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Schuld war nur der Bossa Nova

Schuld war nur der Bossa Nova
Özgür Cebe macht Comedy.
Kultur pur - auch im März in Korschenbroich. Es gibt einige attraktive Termine. Von Rmb

Der Bossa Nova steht bis heute als Inbegriff des lateinamerikanischen Jazz. Was sich in den 1950er Jahren in Brasilien entwickelt hat, verbreitete sich im Laufe der Jahrzehnte rund um den Globus und ergriff auch die Leidenschaft von Liza da Costa. Die Tochter einer Portugiesin und eines Inders ist in Rüsselsheim aufgewachsen und war in den 1990er Jahren Teil des Eurodance-Duos "Captain Jack". Es war die erfolgreichste Zeit des Projekts mit zwei Top-Ten-Hits und drei Goldenen Schallplatten. Auftritte führten sie in die USA und bis nach Südkorea und Japan.

Heute pflegt die 47 Jahre alte Sängerin wieder die instrumentale Musik und wird mit der Band "Hotel Bossa Nova" am 3. März (20 Uhr) beim Jazzcafé auf dem Sandbauernhof auftreten. Das Quartett nimmt den Bossa Nova als Basis für ganz eigene Worldjazz-Kreationen. Dem Publikum versprechen die Musiker einen entfesselten Auftritt voller Lebensfreude der charismatischen Sängerin. Der Eintritt kostet 20 Euro, für Schüler 10 Euro.

International und multikulturell klingt auch die Ankündigung für den ersten Comedy-Abend des Jahres mit Özgür Cebe, auch wenn dessen aktuelles Programm den Titel "Born in the BRD" trägt. Oder gerade deshalb? In Bielefeld geboren und in Bonn aufgewachsen, spricht der Alleinunterhalter selbstverständlich akzentfreies Deutsch. Seine familiären Wurzeln, die in der Türkei, Armenien und Kurdistan liegen, bilden sich in seinem Teint dennoch unverkennbar ab. "Und genau davor fürchtet sich der patriotische Europäer, wie auch der Veganer sich vor Salamisten fürchtet", sagt Özgür Cebe. Diese Furcht möchte er bei seinem Auftritt am 10. März (20 Uhr) im Forum der Realschule Kleinenbroich aber schnell verflüchtigen lassen. Der Eintritt kostet 17 Euro. Für die Comedy-Reihe mit insgesamt drei Veranstaltungen in diesem Jahr ist auch noch das Abonnement für 45 Euro möglich. Alle Abo- und Kartenvorverkäufe finden über das Kulturamt, unter 02161/61 31 07, E-Mail kultur@korschenbroich.de, statt.

(StadtSpiegel)