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Zuflucht im Verborgenen

Rheydt. Das Rheydter Frauenhaus ist im 40. Jahr seit seiner Gründung. Hier helfen fünf Frauen völlig autonom Frauen, denen Gewalt angetan wurde. Extra-Tipp hat sich mit ihnen über den Alltag in der Zuflucht unterhalten und darüber, dass ein neues Haus gesucht wird. Von Ulrike Mooz

Im Prinzip ist hier immer voll – leider. Jede vierte Frau macht irgendwann Gewalterfahrungen. Acht davon können mit ihren Kindern eine vorübergehende Bleibe im Rheydter Frauenhaus finden – Zuflucht vor Männern, die zuschlagen, Zuflucht aus Psychoterror oder auch aus ökonomischer Gewalt. Die Betroffenen kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten und Kulturen. Fünf engagierte Frauen helfen ihnen, zur Ruhe zu kommen, sich neu zu orientieren, ihrem alten Leben, in dem sie Opfer waren, die Stirn zu bieten. Das alles unter einer Adresse, die nicht öffentlich zugänglich ist, damit stalkende Männer kein leichtes Spiel haben.

„Manche Männer geben auf, wenn ihre Frau ins Frauenhaus geht, wissen, dass jetzt eine Grenze überschritten ist“, sagt Anna Stapel vom Frauenhaus-Team, „die meisten nicht“. Um die abzuschütteln, reicht zumeist eine anonyme Adresse nicht aus. Oft muss auch eine große Distanz zwischen sie und ihre Opfer gelegt werden. Deshalb ist der größere Teil der Frauen aus einem anderen Teil Deutschlands und nur wenige aus Mönchengladbach.

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(Report Anzeigenblatt)
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