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Smoothies und kleine Hilfen

Smoothies und kleine Hilfen
Bei der Sozialholding wird Wert auf die Gesundheit gelegt: (v.l.) Samira Kenjar , Gesundheitsbeauftragte Altenheim Windberg, Geschäftsführer Helmut Wallrafen, Gesundheitsmanager Simon Kienecker, und Birgit Neunzig, Gesundheitsbeauftragte Altenheim Rheindahlen.
Mönchengladbach. Die Sozialholding hat es bis ins Finale des Corporate Health Award geschafft. Der Preis wird an Unternehmen vergeben, die sich überdurchschnittlich um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter kümmern. Von Ulrike Mooz

In der Verwaltung der Sozialholding haben alle Mitarbeiter höhenverstellbare Schreibtische. „Seitdem arbeiten einige nur noch im Stehen, ich auch immer öfter“, sagt Geschäftsführer Helmut Wallrafen. Es gibt eine psychologische Beratungsstelle, die anonym und kostenfrei genutzt werden kann, es gibt das Smoothiefahrrad, das als peppige Botschaft alle 14 Tage leckere Säfte in die Altenheime bringt, es gibt Massageliegen für die Mitarbeiter der Altenheime, Muckibuden und Sets mit kleinen Hilfen für die schwer arbeitenden Altenpfleger. Sie enthalten zum Beispiel Gleittücher, mit denen man schwere bettlägerige Bewohner kinderleicht umlagern kann und Unterstützungsgürtel, an denen sich die Bewohner festhalten können, ohne den Rücken der Pflegekräfte unnötig schwer zu belasten. „Das ist gut für die Bewohner und für uns auch“, sagt Altenpflegerin Samira Kenjar, die im Altenheim Windberg die Gesundheitsbeauftragte ist.

„Es ist wichtig, dass all diese Maßnahmen von der Geschäftsführung ausgehen“, sagt Simon Kienecker, Gesundheitsmanager bei der Sozialholding, und als solcher dafür zuständig, dass immer neue Ideen, die der Gesundheit dienen, auch bei Mitarbeitern und Bewohnern ankommen. Die Struktur müsse so sein, dass die Gesundheit der Mitarbeiter eine wichtige Rolle spiele, sagt er. Der Erfolg zeige sich dann in einem niedrigen Krankenstand.

Sogar einen eigenen Firmenlauf hat die Sozialholding, einer, bei dem auch die Übergewichtigen Spaß haben, mitzulaufen. Und so manch eine hat es von dort aus schon bis zum Marathon gebracht. Altenpflegerin Birgit Neunzig zum Beispiel, Gesundheitsbeauftragte im Altenheim Rheindahlen. Sie läuft inzwischen dreimal in der Woche und geht noch einmal mit einer Kollegin walken. „Früher hab ich gar keinen Sport gemacht“, sagt sie. Der interne Firmenlauf im Volksgarten, der allen großen Spaß gemacht hat, hat sie auf den Geschmack gebracht.

„Natürlich wäre es am gesündesten, wenn unsere Altenpfleger alle 14 Tage frei hätten, so wie es eigentlich vorgesehen ist“, so Helmut Wallrafen, aber

bis dahin sei noch ein weiter Weg, das schaffe kein Altenheim.

(Report Anzeigenblatt)