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Mahnmal für NS-Justizopfer

Mahnmal für NS-Justizopfer
Zur Erinnerung an die Opfer der NS-Militärjustiz überreichte die Stiftung Heinz Döhmen jetzt ein Mahn- und Ehrenmal an die Stadt Mönchengladbach. Das Mahnmal wurde östlich der Totenhalle in der Nähe der Zwangsarbeitergräber errichtet.
Mönchengladbach. Zur Erinnerung an die Opfer der NS-Militärjustiz überreichte die Stiftung Heinz Döhmen jetzt ein Mahn- und Ehrenmal an die Stadt Mönchengladbach. Von der Redaktion

Das Mahnmal wurde östlich der Totenhalle in der Nähe der Zwangsarbeitergräber errichtet. „Die große inhaltliche Klammer zwischen beiden Gedenkstätten bildet die menschenverachtende Gesinnung von Nationalsozialisten. Sich dem damaligen Unrechtsregime wie auch heutigen rechten Tendenzen entgegenzustellen, dafür stehen wir hier alle und bilden eine breite politische, gesellschaftliche Union“, betonte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners in einer festlichen Veranstaltung bei der Übergabe des Mahn- und Ehrenmals an die Öffentlichkeit.

Die Skulptur, die Professor Heinz Döhmen aus Viersen der Stadt Mönchengladbach übergab, ist nach einem Entwurf des Künstlers Georg Ettl angefertigt worden und zeigt in luftiger Höhe ein Stahlpferd und am Boden einen Steinhaufen sowie eine Platte mit einem Zitat von Bertolt Brecht aus der „Deutschen Kriegsfibel“. Georg Ettl, mit 19 Jahren ausgewandert nach Amerika, kam 1973 zurück nach Deutschland. Mit Frau und Tochter zog er nach Viersen, wo er am 3. November 2014 verstarb.

(StadtSpiegel)