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Kleine Musical-Stars ganz groß

Kleine Musical-Stars ganz groß
Das Klassenzimmer war voller Requisiten. FOTO: Gerald Seidel
Neuwerk. Schon seit sieben Jahren haben Schulkinder der Gemeinschafts-Grundschule Neuwerk Gelegenheit, sich der Musical-AG anzuschließen und am Ende eines Schuljahres bei der Aufführung auf der Bühne zu stehen. Von Gerald Seidel

32 Schüler des zweiten, dritten und vierten Schuljahres hatten sich im September des vergangenen Jahres freiwillig der Musical AG angeschlossen. In jeweils zwei Schulstunden montags wurde fleißig geprobt. Alle Schüler wurden mit einer Rolle bedacht. Durch die gute Beteiligung konnten zwei Besetzungen gebildet werden. Es wurde gesungen und gespielt. Dabei waren die Lehrerinnen Carla Weber für den Gesang und Klaudia Bergs für die Schauspielerei zuständig. Es wurden elf Lieder einstudiert und seit Ostern probten Chor und Schauspieler gemeinsam.

In diesem Jahr stand das Kindermusical „Fjodor frecher Kabeljau“ vom „Ritter Rost“ Komponisten Felix Janosa und dem norwegischen Autor Pal H. Christiansen auf dem Programm. Dieser vorlaute und rotzfreche Fischjunge hat nur Unsinn im Kopf. Gut, dass sein Freund Palle, der mit seiner Familie am Meer wohnt, immer einen kühlen Kopf behält. Egal, ob sie gemeinsam durch die Stadt ziehen oder ein auf Grund gelaufenes Schiff retten, mit Fjodor wird es nie langweilig.

Bewundernswert war die Begeisterung und Anspannung der Schüler während der Vorführungen. Viermal wurde das Musical in der Schule aufgeführt. Am ersten Tag spielte die erste Besetzung vor dem ersten und zweiten Schuljahr und zwei Kindergartengruppen, nachmittags kamen die Eltern dazu. Am zweiten Tag war die zweite Besetzung an der Reihe. Sie spielten vor dem dritten und vierten Schuljahr und zwei anderen Kindergartengruppen. Nachmittags traten sie vor den Eltern auf. Für alle Mitwirkenden und Besuchern ein Erlebnis.

Die Musical AG hat sich in den Jahren ihres Bestehens als überaus wertvoll erwiesen. Sie gibt den Kindern Gelegenheit neue Erfahrungen zu sammeln, sich zu profilieren und selbstbewusster zu werden. Fähigkeiten der Schüler zu erkennen die im normalen Schulbetrieb oft hintenanstehen. Die GGS Neuwerk ist eine Inklusionsschule und erreicht durch solche Initiativen, dass der Schulbesuch für Schüler und Lehrpersonal gleichermaßen zufriedenstellend ist.

(StadtSpiegel)