| 15.02 Uhr

„Das ist ja hier ein Palazzo“

„Das ist ja hier ein Palazzo“
Feierliche Eröffnung des neuen Polizeipräsidiums mit vielen Gästen: Dorothee Heinkel, stellvertretende Niederlassungleiterin des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB), NRW-Innenminister Herbert Reul, Gabriele Willems, BLB-Geschäftsführerin, und Polizeipräsident Mathis Wiesselmann (v. l.) bei der symbolischen Schlüsselübergabe. FOTO: Hans-Peter Reichartz
Neuwerk (pek). Promi-Auflauf in Neuwerk. Das neue Polizeipräsidium auf der Krefelder Straße wird feierlich eröffnet und über 100 Gäste sind gekommen, darunter NRW-Innenminister Herbert Reul, Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und Hans-Hermann Tirre, der ehemalige Polizeipräsident. Von Petra Käding

Zwei Drittel der Gladbacher Polizisten haben schon ihre Büros im neuen Polizeipräsidium bezogen. Schick ist es hier, alles so schön weiß hier, mit einem Entrée wie im Hotel. Das sticht auch NRW-Innenminister Herbert Reul bei seiner Ankunft ins Auge. „Ich habe gedacht, ich komme zu einer Polizeiwache“, kommentiert er. „Das ist ja hier ein Palazzo!“

Das Äußere ist natürlich nicht der entscheidende Vorteil des neuen Polizeipräsidiums. Es ist die Größe, die zählt – und ganz besonders die Ausstattung. Herzstück des neuen Standorts ist die High-Tech-Leitstelle. Hier gehen seit Dienstagnachmittag alle Notrufe ein. Hier können das gesamte Gelände des Präsidiums sowie die Altstadt per Übertragung von Videokameras auf die Leinwand in Echtzeit überwacht werden. Und demnächst können sogar alle Streifenwagen per GPS geortet, auf einer digitalen Karte angezeigt und so schneller zu Einsatzorten geschickt werden. Denn die Fahrzeuge werden in einem Pilotprojekt entsprechend aufgerüstet.

Doch nicht nur in Sachen Prävention bringt der Umzug die Gladbacher Polizei um Quantensprünge voran. Ein kriminaltechnisches Labor, das „selbst dem LKA die Tränen in die Augen treiben würde“, wie der Personalratsvorsitzende Olaf Schulze es in seiner Ansprache ausdrückt, ermöglicht eine völlig neue Qualität der Spurensicherung.

Entsprechend euphorisch sind die Reden zur feierlichen Eröffnung des neuen Präsidiums. Vereinzelte Zweifel, ob die Polizei während des Umzugs für ausreichend Sicherheit sorgen könne, hat Polizeipräsident Mathis Wiesselmann locker weggewischt: „Wir sind die Polizei, wir können gut mit schwierigen Situationen umgehen – so ein Umzug wirft uns doch nicht um!“ Dabei betont er, dass die Neuwerker das mit dem Umzug gut fänden, dass die Polizei aber mit einem extrem starken Wachstandort auch in Rheydt weiterhin absolut präsent sei.

Aufs Thema Sicherheit geht auch Herbert Reul in seiner Ansprache ein. Das neue Präsidium habe eine zukunftsweisende Ausstattung, die Polizei könne noch leistungsfähiger agieren und „noch mehr tun, damit die Menschen in Mönchengladbach sicher sind.“

Frank Boss, Polizeibeiratsvorsitzender und Mitglied des Landtages gratuliert der Polizei zu ihrer „neuen Heimat“ und zeigt auf, wie leistungsstark, engagiert und bürgerfreundlich die Gladbacher Polizei ist. So sei die Kriminalitätsrate niedriger als in den meisten Großstädten – Mönchengladbach immer unter den besten sieben von 39 Städten. Und zum Stichwort Bürgernähe hat er noch gute Nachrichten: Die kleine Bezirksdienststelle in Neuwerk bleibe erhalten.

(Report Anzeigenblatt)