| 12.32 Uhr

Im Reich des Drachen

Im Reich des Drachen
Der Drachenstich – das älteste Volksschauspiel Deutschlands mit einer über 500-jährigen Tradition zeigt eine aufwändige Inszenierung voller Dramatik, Mystik und packenden Bildern aus dem Leben des Mittelalters. FOTO: Andreas Mühlbauer
Einen Drachen in seiner Höhle besuchen und zugleich High-Tech erleben. Die Unterwelt einer Stadt erkunden und danach um einen malerischen See wandern. Durch die Zeit reisen, nachdem man zuvor bereits die heimische Natur aus einer ungewöhnlichen Perspektive erlebt hat. Gibt's nicht? Doch! Von der Agentur

Das alles bietet die malerische Stadt Furth im Wald, in herrlicher Landschaft gelegen mit vielen Sehenswürdigkeiten und einem tollen Freizeitangebot.

Die Drachenstichstadt ist die Heimat des High-Tech-Drachen "Tradinno", dem größten vierbeinigen Schreitroboter der Welt (Guinness-Buch). Sein Zuhause hat dieses Wunderwerk in der Drachenhöhle und begeistert dort zigtausend Menschen – auch als Hauptdarsteller beim ältesten deutschen Volksschauspiel, dem "Further Drachenstich".

Tausende, ja zigtausende Besucher sind der beste Beweis dafür, das älteste Volksschauspiel Deutschlands "Der Drachenstich" ist nach über 500 Jahren attraktiver und lebendiger denn je.

Regisseur Alexander Etzel-Ragusa hat dem Festspiel neues Leben eingehaucht. Die Zuschauer erleben rasante Reiterszenen, eine hoch motivierte Spielschar, Licht- und Toneffekte und natürlich den High-Tech-Drachen "Tradinno". Er ist der Dreh- und Angelpunkt der Aufführungen.

Während des Festspiels zeigt der größte Vierschreit-Roboter der Welt (Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde!) alle seine Facetten. Von brav und menschenfreundlich bis hin zu einem blutrünstigen Monster, das alles verschlingen will. Tosender Applaus begleitet die Aktionen des Drachen und lang anhaltenden Beifall gibt es natürlich auch für die Akteure am Schluss der Aufführungen.

Die Besucher spüren, dass alle Mitwirkenden mit ihrem Herzblut dabei sind. Sie sind "Drachenstichler aus Passion" und das ist auch das Erfolgsgeheimnis für das lange Überleben des Volksschauspiels in Furth im Wald. Wie sagt doch ein altes Sprichwort: "Furth im Wald lebt solange, solange der Drache stirbt".

Er wird noch lange sein Leben aushauchen, denn der Nachwuchs ist bereits in das Festspiel mit eingebunden und somit in den Startlöchern für spätere, größere Aufgaben.

Doch nicht nur das Festspiel allein übt seinen Reiz aus. Nein, die ganze Stadt verwandelt sich während der Festspielzeit in eine mittelalterliche Ortschaft. Überall ist der Hauch des Drachenstichs, der zur Zeit der Hussitenkriege spielt, zu spüren. "Der Drachenstich" bekommen? Kein Problem, denn in diesem Jahr stehen vom 5.bis 21. August insgesamt zwölf Festspiel-Aufführungen auf dem Programm. Die Zeitreise in das Mittelalter beginnt jeweils um 20 Uhr. Dann heißt es "Vorhang auf" für das Festspiel, bei dem an die 300 gewandete Personen, viele Pferde und Kutschen mitwirken.

Höhepunkte der Festwoche sind der große Historische Festzug am Sonntag, 14. August. An die 1400 Mitwirkende, 250 Pferde, Musikgruppen und historische Festwägen zeigen den Besuchern die wechselvolle Geschichte der alten Grenzstadt Furth im Wald.

(City Anzeigenblatt Krefeld II)