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Pflege der Flora und Fauna

Pflege der Flora und Fauna
Letzte NABU-Pflegeaktion mit Weckmann-Essen (von links): Ruth Seidel und Ralf Fikert (1. u. 2. Vorsitzende des NABU Stadtverbandes), Natur- und Landschaftsführerin Iris Lau mit Kindern ihrer „NAJU-Niers Kids“ und Ehemann Klaus Lau. FOTO: hgwö
Wickrathberg. Zu ihrem letzten Pflegeeinsatz in diesem Jahr trafen sich am Samstag die ehrenamtlichen Helfer des NABU Stadtverbandes Mönchengladbach im NABU-eigenen Garten in Wickrathberg. Traditionell wird nach getaner Arbeit mit "Kaffee und Weckmann" auf die Arbeit im ablaufenden Jahr zurückgeblickt. Von Heinz-Gerd Wöstemeyer

"Acht bis zehn Pflegeaktionen führen wir im Mönchengladbacher Stadtgebiet in jedem Jahr durch, erzählt Ralf Fikert, 2. Vorsitzender des 630 Mitglieder starken Stadtverbandes, der auch zugleich für die Biotoppflege zuständig ist. Auf bis zu 40 ehrenamtliche Helfer kann er zurückgreifen, wenn er zu den Naturschutzaktionen einlädt. In diesem Jahr wurden im Naturschutzgebiet Bistheide Erlenstöcke ausgebaggert und die Flachskuhlen gepflegt, im Gerkerather Wald Wiesen gemäht und am Knippertzbach und an der Niersaue Myllendonk Kopfbäume geschnitten. Im Garten am Mühlenberg in Wickrathberg haben soeben die Obstbäume einen neuen Schnitt verpasst bekommen. "Die hatten es dringend nötig, weil sie mindestens zehn Jahre nicht mehr gepflegt wurden", sagt Fikert. Im Jahr 2007 sei der Garten von seiner Voreigentümerin Ilse Schraut an den NABU Stadtverband abgegeben worden, ergänzt er. Ilse Schraut, ebenfalls Mitglied im NABU, freut sich, dass ihr Blumengarten, in dem sie aber auch Kartoffeln und Bohnen erntete, heute in anderen "guten Händen" ist. Vom Mühlenberg bis unmittelbar ans Niersufer reicht das Hangstück, das Natur- und Landschaftsführerin Iris Lau seit anderthalb Jahren nutzt, um mit ihren derzeit elf "Niers-Kids" die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu "erforschen". "Bei Wind und Wetter sind wir in jedem Monat einmal hier. Die Kinder haben riesigen Spaß, wenn sie beim Köchern im Teich oder in der Niers Lebewesen entdecken, die sie vorher noch nie gesehen haben", sagt Iris Lau. Sie hofft, dass sich noch weitere Kinder ihren Niers-Kids anschließen.

(StadtSpiegel)