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Heimatpreis für Edmund Behrens

Heimatpreis für Edmund Behrens
Urkunde und Geldbetrag für den neuen Hardter Ehrenpreisträger Edmund Behrens (Mitte) überreichten Hiltrud van de May und Fred Hendricks. FOTO: fju
Mit dem Ehrenpreis des Hardter Heimat- und Bürgervereins wurde am Freitag, 15. Januar, Edmund Behrens ausgezeichnet. Von Franz Josef Ungerechts

Hiltrud van de Mey, Vorsitzende des Heimat- und Bürgerverein Hardt, wollte nicht unbedingt auf ein prickelndes Jahr 2015 zurückblicken: „Leid, Terror und Elend haben dieses Jahr bestimmt“, sagte sie in ihrer Begrüßungsrede an die Gäste aus den Hardter Vereinen, die zum dritten Neujahrsempfang im Saal der Gaststätte St. Nikolaus erschienen waren. Mit der Frage: „Müssen wir uns dieses Leben schlecht machen?“, war ihr Rückblick auf das vergangene Jahr auch schon beendet. Stattdessen blickte Hiltrud van de Mey positiv auf die kommenden Monate: „Ein großes Jahr liegt vor uns. Unser wunderschönes Hardt feiert seinen 900. Geburtstag.“ Kurz stellte sie das Programm der Feierlichkeiten für das Wochenende vom 25./26. Juni vor, das mithilfe von vielen Sponsoren ermöglicht wird.

Ehrengast des Neujahrsempfangs war Edmund Behrens (genannt Edi). Der 84-jährige „Original Hardter“, wurde für seine Verdienste um die Heimat- und Ortsgeschichte mit dem Ehrenpreis des Heimat- und Bürgervereins ausgezeichnet. Edi Behrens, so erzählte es Laudator Fred Hendricks, Ratsherr der Stadt und zweiter Vorsitzender des Heimatvereins, wurde noch als „freier Hardter“ geboren, denn erst seit 1929 gehört Hardt zu Mönchengladbach. „Edi“ ist nicht nur Gründungsmitglied des Heimatvereins, so Fred Hendricks, über den neuen Würdenträger, sondern war aktiv in der Hardter Feuerwehr, der Bruderschaft, den Spönnradsbeen und dem Martinsverein tätig. Daneben war er als Schöffe und in politischen Gremien tätig. Ausgezeichnet wurde Behrens mit dem Hardter Schöffensiegel, dem Goldenen Schöffensiegel der Stadt und dem Bundesverdienstkreuz.

Seine Dankesrede hielt Edmund Behrens in Platt, da sich sein bisheriges Leben nur in Hardt abgespielt habe. „Allerdings“, so korrigierte er sein Plattdeutsch, „ich kann auch Hochdeutsch.“ So verwies er darauf, dass sein Großvater Westfale war und deshalb im Hause Behrens in früherer Zeit hochdeutsch Pflicht war; dass Platt kam dann später hinzu.

Edi erzählte einige Anekdoten, so zum Beispiel von der Fahrradtour im Jahre 1950 mit Freunden nach Oberammergau. Von Samstag bis Mittwoch wurden die 800 Kilometer sportlich abgestrampelt. „Ich habe viel erlebt in der Hardter Gemeinschaft und dafür möchte ich mich auch bei meinen Freunden bedanken“, sagte Edi zum Abschluss; nicht allerdings, ohne sich bei seiner Familie, den drei Kindern und Enkelkindern sowie insbesondere bei seiner Ehefrau Katharina zu bedanken: 63 Jahre ist er mit seiner Kathi verheiratet.

Zum Neujahrsempfang hatte sich natürlich Besuch angekündigt, so erschien das Kinderprinzenpaar der Karnevalsgesellschaft Spönnradsbeen mit Kinder- und Jugendgarde.

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt des Haader Dreigestirns mit ihrem Mottolied „Uns kann man nicht beschreiben“ und dem Gardetanz.

(StadtSpiegel)