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Eine aktive Gemeinschaft

Eine aktive Gemeinschaft
Mit viel Spaß bei der Sache: die Messdiener Tabea Richter, Jonas Hastenrath, Florian Irmen, Nicola Hinz und Simone Amend-Schumacher (von links). FOTO: Bert Stevens
Rheindahlen. Sie dienen nicht nur bei den Heiligen Messen, sondern sind auch zu den verschiedensten Anlässen verlässliche Helfer. Dazu haben sie auch viel Spaß an gemeinschaftlichen Freizeit-Aktionen: die Messdiener von St. Helena. Von Bert Stevens

"Mit 37 Jahren muss man nicht mehr unbedingt am Altar dienen, das Weihrauchfass schwenken und den Wein eingießen", sagt Ex-Messdiener Stephan Schumacher etwas verschmitzt. Dennoch: Der "Ehemalige" ist der Messdienergemeinschaft auch nach seiner aktiven Zeit noch treu geblieben. Zu gegebenen Anlässen, wie Ferienfahrten und anderen Gelegenheiten, lässt er es sich bis zum heutigen Tage nicht nehmen, den Kochlöffel zu schwingen. "Mal gibt es Gyros, mal Spaghetti Bolognese", sagt Stepan Schumacher und fügt hinzu: "Dann freuen sich alle und beweisen haben einen gesunden Appetit."

"Appetit" haben die Messdiener von St. Helena aber auch auf den kirchlichen Dienst und auf alles, was damit verbunden ist. Und es steht immer so einiges an. Bei der Kleiderbörse wirken sie gemeinnützig und verlässlich mit, helfen hier bei der Vorsortierung. Selbstverständlich sind sie auch beim Pfarrfest und beim Weihnachtsbasar aktiv. Außerdem richten die älteren Messdiener den Glühweinstand nach der Christmette am Heiligabend aus. Unter Leitung der Messdiener findet auch in Rheindahlen die jährliche Sammlung der Sternsinger statt, und zudem müssen übers Jahr noch zahlreiche Aktionen im Bereich Freizeit, wie Ferienfahrten und dergleichen, auf die Beine gestellt werden.

Kein Wunder, das Leiterin Simone Amend-Schumacher hocherfreut ist, dass es inzwischen tatkräftige Nachwuchsleiter gibt – sechs an der Zahl. Messdienerinnen und Messdiener wie Tabea Richter, Nicola Hinz, Jonas Hastenrath und Florian Irmen, die jetzt zu solchen auserkoren wurden, werden nun an diese leitenden Aufgaben herangeführt. Sie dürften schnell in ihre neuen Rollen hineinwachsen und sich schon sehr bald als nützliche organisatorische Kräfte erweisen.

Das Anwerben von Messdienern ist eine jährliche Kernaufgabe der Leitung der Messdienergemeinschaft. "Jeweils nach der Erstkommunion werben wir um neue Messdiener, die uns beim Dienst am Altar unterstützen, die aber auch viel Spaß mit uns bei diversen Aktionen haben", sagt Simone Amend-Schumacher. Im vergangenen Jahr konnte sie sich über fünf Zugänge freuen.

So gibt es inzwischen 40 Messdiener in St. Helena, junge und ältere, die schöne und wichtige Aufgaben meistern und viele Freizeitstunden miteinander teilen. "In der Gruppe kann man vielleicht auch den Freund fürs Leben finden", witzelt Jonas Hastenrath. Möglicherweise aber auch viel mehr – sein großes Glück vielleicht ,wie Stephan Schumacher, der bei den Messdienern seine Frau fürs Leben fand, nämlich seine Simone...

(StadtSpiegel)