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WDR-Heimatabend mit Gast aus Wickrath

WDR-Heimatabend mit Gast aus Wickrath
WDR-Moderatorin Petra Albrecht (l.) im Gespräch mit Monika Bartsch (ehemalige Oberbürgermeisterin) und Helga Heine (ehemalige JHQ-Pressesprecherin) sowie Thomas Weinmann (Fan-Beauftragter der Borussia). FOTO: Heinz-Gerd Wöstemeyer
Mönchengladbach. Zu später Stunde um 23.30 Uhr strahlte das WDR Fernsehen am Freitag seine 45 Minuten lange Dokumentation „Heimatabend Mönchengladbach“ aus. Etwa 200 geladene Gäste hatten drei Tage zuvor Gelegenheit gehabt, bei der Preview-Vorführung im Haus Erholung die Langfassung zu sehen. Von Heinz-Gerd Wöstemeyer

„Ich fand den Film schön und die Themen stimmig“, sagt die frühere Oberbürgermeisterin Monika Bartsch im Anschluss an die Filmvorführung im Podiumsgespräch mit WDR-Moderatorin Petra Albrecht. Es sei wohl sehr schwierig, in nur 45 Minuten wichtige „Leuchttürme“ einer Stadt zu zeigen, die auch für Nicht-Gladbacher interessant sind. Ähnlich positiv bewertete auch die ehemalige Pressesprecherin im JHQ Helga Heine den Film über Mönchengladbach. Für sie habe die Dokumentation zudem eine ganz persönliche Bedeutung gehabt: „Der Film war für mich mit viel Wehmut verbunden, schließlich war das JHQ ein Stück Heimat für mich.“ Der aus Andernach stammende Fan-Beauftragte der Borussia, Thomas Weinmann, erzählt, dass er der Borussia wegen nach Mönchengladbach gekommen sei. „Ich finde, dass im Film noch mehr über Borussia hätte gebracht werden können“, sagt er. Dabei ist die Borussia neben der heimischen Textilindustrie – weswegen die Stadt ehemals das rheinische Manchester genannt wurde – und dem JHQ ein deutlicher Film-Schwerpunkt der beiden Filmautoren Clemens Gersch und Michael Wieseler. Ihre filmische Liebeserklärung an die Stadt mit hervorragend eingesetztem Archivmaterial kommt beim Publikum durchweg gut an. Dennoch gibt es aus den Reihen der Zuschauer ein paar kritische Anmerkungen, die berechtigt sind. So wird mehrfach darauf hingewiesen, dass die städtischen Randbezirke eindeutig zu kurz gekommen seien. Die ehemalige Reichsherrlichkeit und später eigenständige Gemeinde Wickrath findet in der Dokumentation nur eine kurz gehaltene Erwähnung, Odenkirchen wie auch andere Stadtteile werden gänzlich unterschlagen. In der Mediathek kann man den Film nochmal sehen.

(StadtSpiegel)