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Bienenträume werden wahr

Bienenträume werden wahr
Cornelis Hemmer (l.) und Dr. Corinna Hölzer von „Deutschland summt“ stellten das Wildbienenhotel auf dem Valensina Gelände im Beisein von Olaf Jark, Nachhaltigkeitsbeauftragter bei Valensina, auf. FOTO: Andreas Baum
Giesenkirchen. Ein Zitat Albert Einsteins lautet: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Sinnvolles Engagement zeigt das mittelständische Unternehmen Valensina in Giesenkirchen. Von Iris Kisters

„Ohne Bienen keine Früchte, ohne Früchte keinen Saft“, so die Einsicht des Fruchtsaftherstellers. „Wir haben zum Thema „Bienenschutz“ recherchiert und sind so auf die Aktivitäten der Initiative „Deutschland summt“ gestoßen, erzählt Olaf Jark, Nachhaltigkeitsbeauftragter bei Valensina. „Wir haben uns sehr lange ausgetauscht. Es hat ein dreiviertel Jahr gedauert bis wir entschieden haben, dass wir zusammenpassen.“

Bienen bestäuben nahe zu 80 Prozent unserer Pflanzen. Man kann sie sozusagen laut „Deutschland summt“ als das wichtigste Nutztier nach Rindern und Schweinen bezeichnen. Schirmherrin der Initiative „Deutschland summt“ ist Daniela Schadt, Lebensgefährtin des Bundespräsidenten, die sich mit großer Freude für dieses wichtige Projekt einsetzt.

Die Unterstützung der Initiative durch Valensina funktioniert folgendermaßen: Etwa 60 Millionen Flaschen des Herstellers landen pro Jahr auf den Frühstückstischen. Auf den Produktetiketten wird die Arbeit von „Deutschland summt“ vorgestellt. Laut Nachhaltigkeitsbeauftragtem Olaf Jark ist so eine hohe öffentliche Wahrnehmung garantiert. Denn „nur wer bescheid weiß, kann helfen“.

Finanzielle Mittel durch Valensina bei konkreten Projekten sind garantiert. So zum Beispiel der „Bienenkoffer“ für Kitas und Grundschulen, der schon den Kleinsten die große Bedeutung der Bienen für den Menschen näher bringen soll. Mehr blühende Lebensräume für Wild- und Honigbienen wäre traumhaft für unsere fleißigen Bestäuber, denn auch Bienenstämme können verhungern, werden teilweise sogar von engagierten Menschen mit Zuckerwasser oder sogar Honig gefüttert. Klingt absurd, ist aber wahr.

Valensina geht für die Erfüllung der Bienenträume hier mit gutem Beispiel voran. Vor dem Eingang des Firmengebäudes Ruckes 90 ist ein Wildbienenhotel aufgestellt, teilweise sogar schon bewohnt. Wildbienen sind im Gegensatz zu Honigbienen größer, leben meist als Einzelgänger und wohnen in kleinen Hohlräumen von Hölzern, Pflanzen oder in der Erde. Etwa 560 verschiedene Wildbienenarten sind bei uns heimisch und ihre Bestäubungsleistung nicht zu unterschätzen.

Die Begrünung vor dem Firmeneingang der Valensina GmbH ist selbstverständlich bienenfreundlich. Dazu gehören vier Bäume der alten Apfelsorte „Berlepsch“, gezüchtet 1880. Im anliegenden Gelände hinter verschlossenem Tor auf einer Blumenwiese sind bereits fünf Bienenstöcke aufgestellt, geschehen durch Roland Theiss, Imker in Mönchengladbach. Fünf Stämme hat er dort bereits angesiedelt, zehn sollen es werden.

(StadtSpiegel)