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VdK Neuwerk war auf Reisen

Die diesjährige Informationsfahrt des VdK des Bezirks Neuwerk / Lürrip führte die Reisegruppe an einen historischen Ort, der seit einiger Zeit besichtigt werden kann: Burg Vogelsang in der Eifel.

Nach zwei Jahren Bauzeit eröffneten die Nationalsozialisten 1936 in der Eifel ein Bauwerk, das zuerst der Schulung ihres Führungsnachwuchses diente: Burg Vogelsang, die ab 1946 als "Camp Vogelsang" mit dem hierfür zwangsgeräumten Dorf Wollseifen Teil eines Truppenübungsplatzes des britischen und ab 1950 des belgischen Militärs wurde. Der sachliche Blick auf die Geschichte der Burg Vogelsang wurde in einer 90-minütigen Führung von den emotionalen Erinnerungen der älteren Mitglieder des VdK Ortsverband Neuwerk-Lürrip begleitet. Als "Verband der Kriegsversehrten, Kriegswitwen und Kriegswaisen" 1947 gegründet ist der Sozialverband VdK untrennbar mit den traurigen Folgen dieses Teils deutscher Geschichte verbunden. Diese Verbindung wach zu halten, ist Erbe und Verpflichtung, gerade auch, wenn es um die heutige Interessenvertretung der Mitglieder des VdK geht. Schließlich haben die meisten Mitglieder des Verbands gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Behinderungen, ob von Geburt an oder durch Krankheit, ob als Unfall- oder Wehrdienstopfer. Welchen Wert hatten behinderte Menschen unter der NS-Diktatur? Was sind sie uns heute wert? Diese Fragen wurden lebhaft diskutiert. Als gemeinnütziger Verband finanziert sich der VdK einzig über Mitgliedsbeiträge und Spenden. "Wir danken daher der Stadtsparkasse Neuwerk sehr für ihre Zuwendung für diese Tour", freuen sich die Vorsitzende Dagmar Pardon-Neuenhaus und der Kassierer Horst Lenzen. Nach diesen für die älteren Teilnehmer doch sehr berührenden Erinnerungen, die bei den jüngeren Teilnehmern sehr viel Nachdenklichkeit erzeugten, klang der sonnige Tag entspannt bei einer Schifffahrt auf dem Rursee aus. "Wir freuen uns auf die nächste Informationsfahrt."

(StadtSpiegel)