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Neues Konzept bei Bolten

Im kleinen Ortsteil Neersbroich steigt wieder die größte Karnevalssause der Stadt. Nach dem Umzug am Karnevalssonntag, 26. Februar, planen die Organisatoren der Sportfreunde Neersbroich wieder eine Party in der Bolten-Brauerei. Doch damit sich der "jecke Lindwurm" nicht auflöst", sondern die Teilnehmer tatsächlich auch wieder in den "heiligen Hallen" der Altbiermarke weiter gemeinsam Karneval feiern, ändern die Gastgeber ihr Konzept. Von Verena Schoder

"Wir haben uns nach dem letzten Jahr mit den Fußgruppen zusammengesetzt und besprochen, wie die Party wieder besser und voller wird", sagt Vorstandsmitglied Udo Koch. Beklagt wurde verstärkt, dass sich die Party in Richtung Ballermann-Stimmung entwickelt hätte und es kein Familienkarneval mehr sei. "Die Zugteilnehmer haben dann lieber private Garagenpartys gefeiert", so Udo Koch. Den Eindruck bestätigt auch Bürgermeister Marc Venten, selbst seit über 20 Jahren aktiver Teilnehmer am Zug. "Die Party war schon im Gange und der Umzug hatte noch nicht einmal angefangen. Der Zug wurde so zum schmückenden Beiwerk", erinnert er sich.

Darauf haben Sportverein und Brauerei reagiert und werden in diesem Jahr die Karnevalsparty erst um 14.11 Uhr starten, eine Stunde nachdem sich der "jecke Lindwurm" in Bewegung gesetzt hat. Für die richtige Karnevalsmusik wurden mit "Hätzblatt", "Dröpkes" und den "Jürgen Möller Allstars" gleich drei Live-Bands verpflichtet. Das sorgt für mehr Kosten, und so konnte der alte Eintrittspreis von 1,99 Euro nicht gehalten werden. Stattdessen sind die Karten im Vorverkauf nun für 5 Euro, an der Tageskasse für 7,50 Euro erhältlich. Der höhere Preis soll auch auf eine homogene Zusammenstellung des Publikums hinwirken. Sicherheitsmitarbeiter (das gesamte Security-Personal wird um 20 Prozent aufgestockt) führen zudem Einlasskontrollen durch. Den Zugteilnehmern steht ein reservierter VIP-Bereich zur Verfügung, ihre Bollerwagen können sie auf einem bewachten Parkplatz abstellen. Für Kinder gibt es einen eigenen Bereich im Biergarten mit Clownshow, Spielen und Hüpfburg. Gerechnet wird wieder mit 1 000 bis 1 200 Besuchern, die Hälfte der Karten ist bereits vergriffen. Alle Zugteilnehmer haben freien Eintritt und erhalten vor Beginn des Umzugs Einlassbändchen.

(StadtSpiegel)