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Einzigartig im Bistum

Einzigartig im Bistum
Kantor Martin Sonnen, Bürgermeister Marc Venten (hinten rechts) und Kulturamtsleiterin Michaele Messmann blicken der Orgelwoche erwartungsvoll entgegen. FOTO: rmb
Die internationale Orgelwoche beginnt am 19. März und feiert in ihrer diesjährigen Auflage gleich zwei Jubiläen: Sie selbst findet zum 40. Mal statt und der alle zwei Jahre stattfindende Wettbewerb zum zehnten Mal. Von der Redaktion

Trotz des erwiesenen Erfolgs sucht die Veranstaltung in ganz NRW ihresgleichen. „In unserem Bistum Aachen gibt es keinen weiteren Orgelwettbewerb, und in den Bistümern Essen und Münster überhaupt nicht“, sagt Organisator Martin Sonnen. Nur Köln würde durch die hiesige Musikschule ähnliches durchführen. So genießt die Orgelwoche bei Musikern und Besuchern Renommee weit über die Region hinaus.

Durch den Wettbewerb findet sie wieder gestrafft innerhalb von sieben Tagen statt. Zur Eröffnung am Sonntag, 19. März spielt der Kantor von St. Andreas, Martin Sonnen, selbst an der Orgel. Am Mittwoch beginnt der Wettbewerb zunächst nicht-öffentlich. Aus den Bewerbungen wurden zehn Musiker ausgewählt, die meist alle hierzulande studieren, ihre Herkunft sorgt jedoch für die Internationalität. So werden Organisten aus Russland, Frankreich, Niederlande, Südkorea, Litauen, Rumänien und Deutschland der Jury vorspielen – und auch wird Wert gelegt auf internationale Klasse: Jaroslav Tuma ist Professor an der Akademie der musischen Künste in Prag, Heribert Metzger gehöre, so Martin Sonnen, zu den „Instanzen des Organistendaseins in Österreich“. Mit Markus Eichenlaub sitzt außerdem der Organist der weltweit größten romanischen Kathedrale, dem Kaiser- und Mariendom in Speyer, in der Jury.

Bei vier Jurymitgliedern ist es zuletzt trotzdem nie zu Stimmengleichheiten gekommen. Dafür wurde mal kein einzelner Sieger gekürt, sondern zwei zweite Plätze vergeben. Auf den diesjährigen Erstplatzierten warten ein Preisgeld von 4 000 Euro sowie ein Orgelkonzert in Korschenbroich zu einem späteren Zeitpunkt. Die Plätze zwei und drei sind mit 2 000 und 1 000 Euro dotiert. Für besondere Leistungen im Laufe des Wettbewerbs steht der Jury außerdem die Vergabe eines Sonderpreises in Höhe von 500 Euro zu.

Zum Vorteil der Teilnehmer wie auch der Zuhörer können die Musiker erstmals aus mehreren Werken selbst auswählen, statt dass alle wie in der Vergangenheit dieselben Stücke präsentieren müssen. Gleiches gilt für die Finalrunde am Samstag, 25. März, die von 9.30 bis 12.30 Uhr in der Kirche St. Andreas bei freiem Eintritt besucht werden kann. Am Abend des Tages findet dann die Preisverleihung im Rahmen der großen Orgelnacht mit Auftritten der drei Gastjuroren statt. Das musikalische Programm sowohl des Eröffnungskonzert als auch der Orgelnacht orientiert sich an der Fastenzeit.

(StadtSpiegel)