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Donk: „Wahre Pluspunkte“

Zu unseren Artikeln über die Zukunft der S28 in der Neuwerker Donk erreichten uns viele Leser-Meinungen. Hier ist eine. Von Klaus Schröder

„Als alter Neuwerker befremdet mich die Darstellung der Bahnsituation in Neuwerk, aber auch darüber hinaus. Was spricht denn gegen eine Anbindung dieses Stadtteiles an Neuss und Düsseldorf im Westen und an den Kreis Viersen bis Venlo im Osten? Es ist eine Anbindung ohne Umstieg. Jeder, der schon Bahn fährt, weiß das zu schätzen. Es sind nicht nur die Arbeitsplätze in Richtung Düsseldorf ohne PKW gefühlt näher, es sind auch Einkaufsmöglichkeiten, Naherholung und Studium in der Grenzregion.

Es geht aber nicht nur um die Auspendler, es geht auch um Einpendler. Der Flughafen und sein angrenzendes Gewerbegebiet bis hin zur Krefelder Straße werden erreichbarer und attraktiver. Ein Bahnhaltepunkt für den leisen Personenverkehr ist ein Standortfaktor auch für die Entwicklung der Immobilienpreise, Zuzug, Fahrgäste und Bedarf sind garantiert. Nicht jedes Familienmitglied muss nun einen PKW haben, um mobil zu sein. Außerdem zahlt man nach Düsseldorf ab Neersen nur Preisstufe B. Dies sind echte Pluspunkte für Neuwerk. Damit sinken Kosten und auch der CO2-Ausstoß und die Feinstaubbelastung der Städte, nicht nur von Dieselfahrzeugen.

Früher gab es in Neuwerk mit dem angrenzenden Neersener Bahnhof drei Bahnhöfe (Dünner Straße, Lockhütte). Alle wurden zurückgebaut. Ein Haltepunkt Neersen/Mönchengladbach-Flughafen des Erfolgsmodells S28 wäre wieder ein Schritt in die Zukunft.

Reiner Neuß

(StadtSpiegel)