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Der Richtkranz ist gehisst

Der Richtkranz ist gehisst
Pfarrer Marc Zimmermann, Caritas-Vorsitzender Christof Wellens, Architekt André Grosch, Zimmermann Sebastian Rings, Architekt Gregor Rütters, Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa und Bürgermeister Marc Venten (v.l.) beim Richtfest des Caritas-Neubaus. FOTO: rmb
Für Bürgermeister Marc Venten war es in seiner anderthalbjährigen Amtszeit das erste offizielle Richtfest, zu dem er eingeladen wurde. Für seine Stadt entsteht hier, in der Sichtachse von seinem Bürofenster zur Kirche St. Andreas, etwas ganz Neues: die erste Tagespflege-Einrichtung in Korschenbroich. Von der Redaktion

Das Bauprojekt des Caritasverbands Mönchengladbach gehört nicht nur deshalb zu den Besonderen. Es bezieht das alte Pfarrhaus ein, das seit 2003 leer stand, dem Verfall drohte und später unter Denkmalschutz gestellt wurde. In der Politik wurde vor der Baugenehmigung intensiv über die Farbe der Klinkerfassade diskutiert. Als die Bagger dann endlich buddelten, sorgten archäologische Funde für Verzögerung, die dokumentiert, aber nicht erhalten werden mussten. Nun konnte der Richtkranz über den Dachstuhl gehisst werden und im zukünftigen Innenhof des dreiteiligen Gebäudekomplexes wurde zur Feier darauf angestoßen. Im Herbst soll dann alles bezugsfertig sein.

„Ein gutes Angebot für Senioren in Korschenbroich – das ist die Idee, die wir mit diesem Projekt verbinden“, sagte der Erste Vorsitzende des Caritasverbands, Christof Wellens. In der Tagespflege-Einrichtung mit 17 Plätzen werden Senioren aufgenommen, die an körperlichen Einschränkungen leiden, eine ständige Betreuung brauchen oder sich tagsüber einfach oft einsam fühlen. Dass sie dabei auch in Kontakt mit ihren direkten Nachbarn kommen, ist nicht unwahrscheinlich, denn zugleich baut die Caritas am Kirchplatz 17 seniorengerechte Mietwohnungen zwischen 50 und 80 Quadratmetern. Viele Interessenten hätten sich schon gemeldet, heißt es. Die zukünftigen Bewohner können alle Leistungen der Caritas nutzen und sind an das Hausnotruf-System angeschlossen. Dann fehlt diesem Haus eigentlich nur noch ein Name. Vielleicht wäre der „Gute Hirte“ der richtige Patron. Seine Skulptur, die eigentlich über der Eingangstür des Pfarrhauses wacht, wird zurzeit in Obhut der Kirche vor den Bauarbeiten geschützt. Den Vorschlag brachte Pfarrer Marc Zimmermann beim Richtfest ein – und ein Geschenk für die Bauherren mit: ein Bastelbogen des Pfarrheims.

(StadtSpiegel)