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Aufstand für die Donk Interessengemeinschaft will keine Bahnstrecke

Aufstand für die Donk Interessengemeinschaft will keine Bahnstrecke
Schon 2015 gingen die Neuwerker für ihre Donk auf die Straße.
Die Anwohner setzen sich erneut zur Wehr. Die Interessengemeinschaft „S28-Nein Donk (e)!“ reagiert energisch auf die Ankündigungen der Grünen, die Regiobahn S 28 wieder zum Thema zu machen. „So nicht!“ hört man aus den Reihen der Interessengemeinschaft. Von Gerald Seidel

Und darum geht es: Eines der letzten Naherholungsgebiete von Mönchengladbach, die Donk, ist wieder in Gefahr. Seit 1971 die alte DB-Strecke 2511 (Neersen-Viersen) von der deutschen Bundesbahn stillgelegt wurde, hat sich die Natur das Gebiet zurückerobert und es entstanden kilometerlange Baum-Alleen, schützenswerte Biotope für Insekten, Brutstätten für Fledermäuse, Lebensräume für Kröten und Reviere für Rehe. 2002 wurden mit der Euroga, einem europäischen Kunst- und Gartenprojekt mit einer dezentralen Gartenschau, hohe Investitionen in Kunst Naherholung getätigt. Die zugehörige Nordkanal-Radroute wurde 2009 zur Route des Jahres in NRW gekürt. Einen existenziellen Stellenwert nehmen auch die gekennzeichneten Reitwege mit den von ihnen abhängigen Reitställen der Umgebung ein. Neben den Reitern und Radfahrern schätzen aber auch vor allen Dingen Spaziergänger und Hundefreunde die Vorzüge dieses wunderschönen Naherholungsgebietes.

Dies alles soll nun durch eine elektrifizierte Bahnstrecke zerstört werden. Simone Knobel, Vertreterin der Interessengemeinschaft „S 28 – Nein Donk(e)!“ sagt dazu: „Ausgerechnet der Grünen-Vertreter Hajo Siemes möchte eine Lösung in Abstimmung mit den Anwohnern der Donk hinbekommen.“ Dort ist man aber bereit, wie auch schon im Jahr 2015, erbitterten Widerstand zu leisten.

Weiter sagt Simone Knobel: „Neben der Zerstörung von Flora und Fauna und einem brutalen Eingriff in die schützenswerte Tierwelt, werden städtische sowie europäische Investitionsmittel vernichtet. Dies alles soll für ein Projekt erfolgen, das verkehrspolitisch unsinnig ist. Die Fahrzeiten von Viersen und seinem Hinterland nach Düsseldorf werden nicht kürzer durch die S 28. Und wir bezweifeln, dass die neuen Bahnhöfe in Neersen und Schiefbahn, die weit von den Orten entfernt liegen, viele neue Pendler auf die Bahn bringen“.

(StadtSpiegel)