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Passengers: Gefangen im All

Passengers: Gefangen im All
Jim Preston (Chris Pratt) hat Aurora Lane (Jennifer Lawrence) aus dem Tiefschlaf geholt. Aller ihrer Illusionen beraubt, fäält sie zunächst in ein tiefes Loch. FOTO: 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Gleich in der ersten Woche ist „Passengers“ auf Platz eins der Kinocharts geschossen. Jennifer Lawrence und Chris Pratt reisen im Sci-Fi-Abenteuer durch die Galaxie, allerdings anders, als sie es sich vorgestellt haben. Wir haben den Film gesehen und sagen euch, ob sich ein Besuch im Kino lohnt. Von David Friederichs

Man stelle sich vor, man macht eine Reise ins All, macht sich auf einen langen, 120-jährigen Weg zu einem weit entfernten Planten. Doch aus ungeklärten Gründen erwacht man 90 Jahre zu früh und ist der Einzige von 5 000 Passagieren, dem das passiert. Das ist die Grundidee des Sci-Fi-Abenteuers „Passengers“.

Chris Pratt („Guardians of the Galaxy“, „Jurassic World“) spielt dabei den Ingenieur Jim Preston, der zu Beginn des Film aus seinem künstlichen Tiefschlaf erwacht und zunächst noch euphorisch das Raumschiff „Avalon“ erkundet – in dem festen Glauben, bald einen Neuanfang auf dem Planten „Homestead II“ machen zu können. Schnell aber wird ihm klar, dass er der Einzige ist, der wach ist. Zudem erfährt er, dass er viel zu früh wieder bei Sinnen ist. Einzig ein Robokellner steht ihm zur Seite, der zwar durchaus witzig ist, aber wenig Sinn für Emotionen hat. Zunächst noch auf der Suche nach einer Lösung, verfällt Preston immer mehr in Einsamkeit und Depression und hat sogar Selbstmordgedanken.

Dann fällt er eine folgenschwere Entscheidung und weckt die Journalistin Aurora Lane (Jennifer Lawrence, „Silver Linings Playbook“, „Hunger Games)) – ohne ihr aber zu sagen, dass er es war, der sie geweckt hat. Zwischen beiden entwickelt sich nach und nach, wen wundert’s, eine Liebesgeschichte. Doch genau hier ist auch das Problem des Films. Die Liebesgeschichte ist lange der einzige echte Plot und die Wendung, die diese nehmen wird, ist lange vorhersehbar. So wirkt vor allem Jennifer Lawrence sichtlich unterfordert. Wirklich Action bekommen Science-Fiction Liebhaber nur gegen Ende geboten. Natürlich bietet der Film angesichts der Weltraumatmosphäre einige tolle Bilder, allerdings wenig Neues. Und wer auf ein spektakuläres Ende wartet, der wird leider auch eher enttäuscht den Kinosaal verlassen.

(StadtSpiegel)