 |
| Borussias Shooting-Star Marco Reus könnte am Freitag gegen die Türkei oder am Dienstag gegen Belgien sein Debüt in der Nationalmannschaft geben. Foto: Wiechmann |
M`gladbach (jfk). Borussias Shooting-Star Marco Reus steht am Freitag vor seinem Debüt in der Nationalmannschaft – endlich! Bei Borussia ist er längst unersetzlich, nun soll es auch mit dem Debüt in der Nationalmannschaft klappen: Seit gestern weilt Marco Reus in Mainz, wo sich die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw auf die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen die Türkei am Freitag in Istanbul sowie gegen Belgien in Düsseldorf (11. Oktober) vorbereitet. Coach Jogi Löw deutete bereits an, dass er in den verbleibenden, bedeutungslosen Quali-Spielen – Deutschland ist bereits für die EM 2012 qualifiziert – experimentieren will. Die Chance für Rakete Reus, dessen mögliches Länderspiel-Debüt bereits viermal verschoben werden musste. „Für mich ist es bei der Nationalmannschaft bislang etwas unglücklich gelaufen“, sagt Reus. Unglücklich ist da noch untertrieben, denn der 22-Jährige hatte vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich (6:2) sowie dem anschließenden Länderspiel gegen Polen (2:2) Anfang September bereits zum vierten Mal eine Reise mit der deutschen Nationalmannschaft absagen müssen. Reus hatte bislang nur zum Länderspiel gegen Brasilien (3:2) am 10. August in Stuttgart antreten können, blieb dabei aber ohne Einsatz. Vor dem Spiel gegen Österreich musste der pfeilschnelle offensive Mittelfeldspieler wegen einer Schambeinreizung mit Adduktorenproblemen passen. Das Drama um Reus hatte allerdings bereits vor der WM in Südafrika im Mai 2010 begonnen, als der Flügelflitzer die Benefiz-Begegnung in Aachen gegen Malta (3:0) verletzungsbedingt absagen musste. Vier Monate später verpasste er wegen eines grippalen Infekts auch das Länderspiel in Kopenhagen gegen Dänemark (2:2). Im Jahr 2011 wurde es für den torgefährlichen Mittelfeldspieler zunächst nicht besser. Reus war von Bundestrainer Löw für das Benefizspiel gegen Uruguay (2:1) in Sinsheim sowie für die beiden anschließenden EM-Qualifikationsspiele gegen Österreich (2:1) in Wien und gegen Aserbaidschan in Baku (3:1) berufen worden. Doch im Relegations-Hinspiel mit Borussia Mönchengladbach gegen den Zweitligisten VfL Bochum erlitt Reus einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich und fiel erneut aus. Gegen Brasilien durfte er dann zumindest anreisen, aber nicht spielen. In der Türkei will Reus aber nun endlich seinen ersten Einsatz für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) absolvieren. Die Vorzeichen stehen jedenfalls gut: Aus dem Spiel gegen Freiburg am Wochenende, das Borussia 0:1 verlor, ging Reus ohne Blessuren hervor. Und Löw, der in Freiburg Augenzeuge des Gladbacher Spiels war, kündigte schon an, den Youngster gegen die Türkei am Freitag mindestens einwechseln zu wollen, damit der „Running Gag“ von Reus` verschobenem Einstand endlich ein Ende hat. „Wann ich spiele, ist egal. Hauptsache ist, dass ich überhaupt irgendwann mein Debüt feiere", äußerte Reus. Der fünfte Anlauf soll jetzt endlich sitzen.
Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel. Kontakt zur Redaktion
Artikel versenden
|