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| Filmstadt Mönchengladbach – Middle Name Productions ist ein großer Teil davon: Daniel Shuttlewood, Matt Jaems und Billy Clark (v.l.). Foto: Markus Rick |
M’gladbach (ysl). Middle Name Productions haben in Mönchengladbach eine Nische erobert: Abseits der Medien-Hochburgen Köln und Düsseldorf macht MNP Filme. Die Straßen sind ausgestorben, eine Krähe zieht einsam ihre Kreise über der ansonsten totenstillen Stadt, ein paar trockene Blätter wirbeln durch den Rinnstein. Da steigen plötzlich fünf finster dreinblickende Männer aus einem Wagen... Wer hier eine verlassene US-Metropole vor Augen hat, in der gerade der neueste Endzeit-Thriller gedreht wird, liegt vollkommen falsch: Die Szenerie ist Mönchengladbach, die Männer sind „englische Gangster“, das Team hinter diesem Film ist Middle Name Productions (MNP). Eine junge Filmproduktionsfirma, ansässig im V16, rund um Regisseur und Film-Fan Matt Jaems und die beiden Produzenten Billy Clark und Daniel Shuttlewood. Der Film, um den es geht, heißt „Room to Breathe“ („Raum zum Atmen“) und ist bereits die zweite Produktion in Spielfilmlänge von Matt Jaems und Co. Mit „The Receptionist“ fing alles an. Mit nur 8.000 Euro Budget und in neun Tagen Drehzeit entstand Jaems erster Film im Rheydter Parkhotel. Die Stars der Middle Name-Filme sind fast ausschließlich Mönchengladbacher Talente. „Ich liebe diese Stadt“, betont Matt Jaems, „und wenn wir das Ansehen Gladbachs durch unsere Filme steigern können, ist das natürlich toll!“ Im neuen Film „Room to Breathe“ sind deswegen auch viele für Mönchengladbach charakteristische Orte zu sehen. Für die Aufnahmen der „verlassenen“ Stadt versuchte die Crew, am frühen Sonntagmorgen die Bismarckstraße zu sperren – ein schwieriges Unterfangen, wenn man die Ungeduld deutscher Autofahrer bedenkt, erinnert sich Matt Jaems zurück. „The Receptionist“ ist gerade auf DVD erschienen, „Room to Breathe“ wird im Sommer Premiere im Cine Center feiern. „Vom ersten zum zweiten Film haben wir, was die Qualität angeht, einen riesigen Sprung getan“, beschreibt Produzent Billy Clark die Entwicklung. Während Matt Jaems noch in der Postproduktion für „Room to Breathe“ steckt, nehmen die Pläne für Film III bereits Gestalt an. „Wenn wir da noch einmal so einen Sprung machen, wird die Finanzierung kein Problem sein“, ist sich Billy Clark sicher. Einen Film in Hollywood-Qualität zu machen, ist lediglich eine Frage des Geldes und der Zeit. Das Schreiben der Storys ist für Scorcese-Fan Matt Jaems das kleinste Problem. Da fällt es manchmal schwer, beim privaten Filmgenuss abzuschalten: „Oft frage ich mich da, wie haben die das gedreht?“
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