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Futter für Leib und Seele
Toben, spielen, zuhören: Der Kinderbibeltag lockte 30 Jungen und Mädchen am Samstag in die evangelische Kirche Korschenbroich. Foto: ley

Der Kinder-Bibeltag ist einer der Höhepunkte im Gemeindeleben der evangelischen Kirche. „Ich wünsche mir, dass die Kinder merken: Die Kirche ist ein toller Ort“, sagt Diakon Christian Wolter.

Korschenbroich (ley). Neben der freitäglichen Jungschar und dem Gottesdienst für Grundschulkinder einmal im Monat ist der Kinderbibeltag ein Höhepunkt des Gemeindelebens der evangelischen Kirche. Es gibt ihn zweimal im Jahr, und er soll alle Kinder ansprechen, egal ob evangelisch oder katholisch.
Das diesmalige Thema war „Mit allen Sinnen – ganz Ohr!“ und so gehörten Spielszenen mit Holzfiguren genauso dazu wie das gemeinsame „An den Händen fassen“ beim Singen oder einfach nur Zuhören.
An diesem Samstag tobten 30 Jungen und Mädchen schon morgens durch die Kirche oder waren mucksmäuschenstill in den Kleingruppen, als die biblische Geschichte über die Heilung des Taubstummen erzählt wurde. „Heute heißt es ´Gehörlose´, auch das ist hier ein Thema“, betonte Diakon Christian Wolter, der vor einiger Zeit die Kinderbibeltage initiierte.
Der 45-Jährige: „Wir geben Kindern Futter für Leib und Seele. Ich wünsche mir, dass sie merken, Kirche ist ein toller Ort.“ Es gelte, biblische Geschichten so zu erzählen, dass die Kinder diese mit ihrem aktuellen Leben verbinden könnten.
Es gab viele gemeinsame Elemente, ob Singen oder Spielen – und so wurde es auch für die acht ehrenamtlichen Helfer ein sehr abwechslungsreicher Vormittag. So abwechslungsreich der Bibeltag war, so unterschiedlich waren die Antworten, was den kleinen Teilnehmern am besten gefallen habe: die Bandbreite reichte von Pantomime spielen, über Geräusche suchen bis zum Dosentelefon. Sogar das lernten die Sechsjährigen: „Hephata – das heißt: Öffne dich“, riefen sie zum Abschluss in die Runde im Kirchenraum. Dies sagte Jesus zu dem gehörlosen Mann, den er heilte, erfuhren sie. An diesem Vormittag merkten die Kinder im Grundschulalter noch etwas: zu lernen, auf andere zu achten und ein Gespür etwa für Ausgeschlossene zu bekommen, um sich ihnen im Sinne „Hephatas“ zu öffnen. „Dies gelingt uns zum Beispiel durch kindgerechte Lieder“, unterstrich Wolter. Alle freuen sich schon jetzt auf den nächsten Kinderbibeltag. Der wird voraussichtlich im Herbst stattfinden.



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