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| Augen zu und durch: Dante im Luftduell mit Freiburgs Makiadi, darüber die Faust von SCF-Keeper Baumann. Foto: DiWi |
M’gladbach (jfk). Beim Hamburger SV kann Borussia am kommenden Samstag den Klassenerhalt perfekt machen oder zumindest den Relegationsplatz sichern. Ein Szenario, das vor Wochen noch abwegig schien. Was Stefan Effenberg am Samstagnachmittag gegen 17.20 Uhr gedacht hat, wird sein Geheimnis bleiben. Wird er sich gefreut haben, dass „seine“ Borussia mit dem 2:0 über Freiburg einen weiteren Riesen-Schritt zum kaum mehr für möglich gehaltenen (direkten?) Klassenerhalt getan hat? Oder wird er die Faust in der Tasche geballt und gute Miene zum für ihn bösen Spiel gemacht haben, weil durch jeden Sieg seine Chancen, bei der Mitgliederversammlung am 29. Mai eine Revolution anzuzetteln, geringer werden? So erklärt sich wohl auch seine Prophezeiung vor dem Spiel gegen den Deutschen Meister, wo der Möchtegern-Sportdirektor ein 3:0 für Dortmund und somit gegen seine „Herzensangelegenheit“ getippt hat. Erfrischend, wie cool die Jungs von Trainer Lucien Favre trotz des ganzen Ballyhoo drumherum bleiben und auf dem Platz die richtige Antwort geben. Gegen Freiburg taten sich die Gladbacher 60 Minuten lang schwer, ehe eine Gelb-Rote Karten und ein starkes Duo Hanke/Reus für den dritten Sieg in Serie und ohne Gegentor sorgten. „Freiburg ist sehr gut organisiert, wir haben uns kaum Chancen erspielen können und haben keine Lücke gefunden. Deswegen haben wir zwei-, dreimal im Spiel das System geändert, ohne zunächst eine Lösung zu finden. Mit der Hilfe des Publikums haben wir den Druck erhöht, und nach den beiden Toren waren wir sehr erleichtert, auch wenn Freiburg immer gefährlich geblieben ist. Aber natürlich sind wir sehr, sehr zufrieden, dass wir nun auf Platz 16 stehen, wenngleich wir noch gar nichts erreicht haben“, gab der wohltuend nüchterne Favre hinterher zu Protokoll. Nun konzentriert sich der ganze Verein auf das letzte Auswärtsspiel beim Hamburger SV, wo der vierte Sieg in Folge her soll. Bei einer Niederlage des Tabellenvorletzten Eintracht Frankfurt bei Meister Dortmund bliebe Borussia auf jeden Fall auf dem Relegationsplatz. Sollte der VfL Wolfsburg bei der TSG Hoffenheim verlieren oder nur einen Punkt holen, gleichzeitig Borussia in Hamburg gewinnen, würde Gladbach gar auf den 15. Tabellenplatz, der den direkten Klassenerhalt garantiert, klettern. Sollte Borussia in die Relegation müssen, käme es am Donnerstag, 19. Mai, gegen den Tabellendritten der 2. Liga zum Hinspiel im Borussia-Park und am Mittwoch, 25. Mai, zum Rückspiel. Nach dem aktuellen Stand der Dinge wäre der VfL Bochum als Zweitliga-Dritter Relegations-Gegner von Borussia.
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