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| Der Moment der Hoffnung: Youngster Fabian Bäcker holt nach seinem Tor zum 1:2 den Ball aus dem Netz. Foto: Wiechmann |
Bei der 1:2-Niederlage gegen Bochum sorgten die beiden Youngster Fabian Bäcker und Patrick Herrmann für das Anschlusstor. Für das Spiel in Berlin am kommenden Samstag drängen sich beide als interessante Alternativen auf. M’gladbach (jfk). Der schönste Moment bei der 1:2-Niederlage gegen Bochum war die 80. Minute: Debütant Nummer eins, Patrick Herrmann, erst vor 20 Sekunden eingewechselt und noch mit der für Tobias Levels bestimmten Kapitänsbinde in der Hand, flankte in den Bochumer Strafraum, wo Debütant Nummer zwei, Fabian Bäcker, zum Anschluss vollstreckte. Allein, es sollte nicht reichen, um gegen kompakte Bochumer zumindest noch einen Punkt zu retten. Er wäre auch nicht unbedingt verdient gewesen, denn dafür erwiesen sich die Gastgeber in der ersten Halbzeit als zu harmlos. Erst angesichts des 0:2-Rückstands forcierten die Gladbacher nach dem Seitenwechsel ihre Bemühungen, freilich ohne zählbaren Erfolg. „Mein erstes Bundesligaspiel, mein erstes Bundesligator, aber auch meine erste Bundesliga-Niederlage. Deswegen fühlt sich das nicht wirklich toll an. Natürlich habe ich mich gefreut, spielen zu können und auch zu treffen. Von einem gelungenen Einstand will ich aber nicht reden“, gab Torschütze Bäcker hinterher zu Protokoll. Und Patrick Herrmann, der mit Bäcker in Borussias Jugend-Internat wohnt, ergänzte: „Ich war froh, überhaupt im Kader gestanden zu haben. Dann mit meinem ersten Ballkontakt ein Tor vorbereitet zu haben, ist natürlich toll. Fabian ist in den Ball toll reingelaufen. Trotzdem hätte ich am Ende natürlich gerne einen Punkt geholt.“ In der Tabelle hatte die dritte Heimniederlage der Saison keine großen Auswirkungen, doch der elfte Rang kann trügerisch wirken. Es sind nur vier Punkte Abstand bis zum Drittletzten Hannover, der sich gestern von seinem Trainer Andreas Bergmann getrennt hat. Am Samstag reisen die Borussen zum Schlusslicht Hertha BSC Berlin (Beginn 15.30 Uhr). Die Hauptstädter sind in einer noch prekäreren Situation als Gladbach in der letzten Saison, hatten nach der Hinrunde nur kümmerliche sechs Punkte (Borussia elf). Doch die Truppe von Coach Friedhelm Funkel sendete am Wochenende mit dem 3:0-Sieg in Hannover ein deutliches Lebenszeichen. Nicht nur Borussen-Trainer Michael Frontzeck weiß deshalb, dass „die Trauben in Berlin für uns hoch hängen werden“. Zumindest die Personalsituation im Angriff dürfte sich bis zum Berlin-Spiel entspannt haben: Roberto Colautti und Oliver Neuville könnten nach ihrer Verletzungspause wieder zum Kader gehören, während Rob Friend (verletzt) und Karim Matmour (Afrika-Cup) weiter fehlen werden. Und seit Samstag darf Frontzeck auch gewiss sein, dass er sein Youngster-Duo Bäcker/Herrmann ohne Bedenken ins kalte Wasser werfen darf.
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