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Zeit für Begegnungen

Mönchengladbach. Der bundesweiten Kampagne von Aktion Mensch, schließt sich zum 20. Mal das Aktionsbündnis „Wir gestalten unsere Stadt!“ mit einem Aktionstag am 5. Mai an. Unter dem Titel „Zeit für Begegnung“ gibt’s ein buntes Programm auf dem Rheydter Markt. Von Ulrike Mooz

„Wenn man sieht, wie wir mit einem einfachen Wunsch bei der Verwaltung abgeschmettert worden sind, dann weiß man, dass der Aktionstag mehr ist, als nur ein schönes Fest“, sagt Christopher Micha, Organisator des Aktionstages für Menschen mit und ohne Behinderung. Der „einfache Wunsch“ war der, dass die Stelle für Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung - zu der naturgemäß viele gehbehinderte Antragsteller müssen - vom zweiten Stock im Rheydter Rathaus in einen frei gewordenen barrierefreien Raum zieht. Das Dezernat für Planung habe den Raum aber für sich haben wollen, keine Chance für Antragsteller mit Behinderung. Bis auf die Grünen hätten die Parteien sich aus dem Konflikt rausgehalten, so Micha, schade.

Am Aktionstag, 5. Mai, sollen aber nicht nur solche ernsten Themen im Vordergrund stehen, sondern auch jede Menge Spaß: Die Borussia kommt mit Jünter, der Landschaftsverband Rheinland macht eine Fotoaktion mit einem Sofa, das eine Aussparung für einen Rollstuhlfahrer hat, die Sparkasse sponsert eine Profibühne, das Atelier Strichstärke gestaltet ein Banner zusammen mit einem Profisprayer, die Musikschulband „Rhythm for all“ lässt von sich hören: Über 40 Organisationen von Menschen mit und ohne Behinderung bilden in diesem Jahr den Aktionstag des Bündnisses „Wir gestalten unsere Stadt!“ beim Paritätischen. Schirmherr ist Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners.

„Eigentlich wollten wir zurück an die Hindenburgstraße“, sagt Christopher Micha. Weil es für den Sonnenhausplatz aber noch kein endgültiges Nutzungskonzept gibt, ging das nicht.

Inzwischen ist Micha froh, dass er mit dem Aktionstag auf den Rheydter Markt ausweichen musste, der Sonnenhausplatz wäre nämlich viel zu klein gewesen. Acht neue Partner haben sich angeschlossen, die nicht zu den „üblichen Verdächtigen“ eines solchen Aktionstages gehören. Das freut Micha besonders.

Vom ADFC mit seinem Tandemkonzept, mit dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammen Fahrrad fahren, bis zur Wohnberatungsstelle der Stadt gibt es ein buntes Programm mit Informationen und Unterhaltung von 13 bis 17.30 Uhr.

(Report Anzeigenblatt)