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Weniger Grün an der Straße

Weniger Grün an der Straße
Städtisches Grün, wie es hier an Kreuzung und Kreisverkehr in Holt war, ist nur mit Aufwand zu pflegen. Deshalb geht die Stadt jetzt neue Wege. Nicht jedem Bürger gefällt das. FOTO: privat
Holt. Die Stadt versiegelt an Straßenkreuzungen zunehmend kleine Parzellen, die vorher mit Rasen, Sträuchern und Gräsern bepflanzt waren. In Holt regt sich dagegen Widerstand in der Bürgerschaft. Von Klaus Schröder

Vor acht Jahren wurde am Kreisverkehr Josef-Drauschke-Straße / Hehnerholt das Kunstwerk „Weltschutz“ von Jürgen Kronen aufgerichtet, eine Globus-Skulptur, „die für den Schutz der Natur steht“, wie es eine Erklärungstafel am Rand der Kreuzung beschreibt und die erst durch eine Reihe von privaten Sponsoren zustande kam, wie etwa Bernd Gothe von der Edelstahl GmbH. Gerade an diesem Ort mutet es paradox an, wenn die Stadt rings um den Kreisverkehr nun begonnen hat, die Flächen zu asphaltieren.

Der ehemalige Bezirksvertreter Georg Burghart läuft mit wachen Augen durch seinen Stadtteil (siehe auch die Rettung des Spielplatzes an der Holter Heide, über die der Stadt Spiegel berichtet hat), hat immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger und spricht dann mit den zuständigen Stellen. „Viele Anwohner finden das nicht gut und haben eine Bürgerbefragung vorgeschlagen.“ Inzwischen hat ein Ortstermin mit Verantwortlichen der Unteren Landschaftsbehörde und der städtischen Gesellschaft Mags stattgefunden, bei dem von offizieller Seite Presse nicht erwünscht war und über dessen Verlauf alle Beteiligten Stillschweigen vereinbart haben.

(StadtSpiegel)