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Wege aus der Brüllfalle

Wege aus der Brüllfalle
Das Team der Familienbildungsstätte Mönchengladbach bei der Präsentation des neuen Programms: (v.l.) Ruth Heinen, Andrea Gestermann, Anne Bleumer, Mechthild Wintgens, Angelika Oberländer, Ellen Buchwald-Körfer, Annette Staff. FOTO: Sabrina Forst
Mönchengladbach. Die Familienbildungsstätte Mönchengladbach (FBS) hat ihr Programm für das Jahr 2018 vorgestellt. Nach personellen Veränderungen und der Schließung des Hauses in Bettrath gibt es 2018 auch beim umfangreichen Kursangebot Neues zu entdecken. Von Sabrina Forst

Zwischen Beruf, Alltag und Haushalt bemüht sich Papa, den wenig begeisterten Nachwuchs in Mathe auf den richtigen Kurs zu bringen, während Mama den pubertierenden Teenager im Zaum hält. Alles muss man zehn Mal sagen und trotzdem hören die Kinder nicht hin. Da hilft nur brüllen, oder? In Familien kommt es immer wieder zu Situationen, in denen man sich ein bisschen Hilfe wünschen würde.

Die Familienbildungsstätte Mönchengladbach bietet diese Hilfe. Sie hat jetzt ihr Programm mit über 19 000 Unterrichtsstunden veröffentlicht, die viele dieser Situationen zum Thema haben. In alltagsnahen Kursen wie „Erste Hilfe Box für Stresssituationen“, „Schlafen - kann doch jedes Kind“ und „Medien - was brauchen Kinder?“ werden Erziehungs- und Entwicklungsthemen besprochen. Die Teilnehmer können„Achtsamkeit“ lernen, sich Tipps zum „Leben nach der Trennung“ holen, dem „Mama Burnout“ entgegenwirken und das „Leben ins Gleichgewicht“ bringen. Gesundheit, Ernährung, Beratung, Lernförderung, Integration und Kreativität. Das Programm der Familienbildungsstätte lässt auch im kommenden Jahr keine Fragen offen. Einige Änderungen gibt es dennoch, denn das Team der FBS bleibt nah dran an den Teilnehmern und hat ihr neues Jahresprogramm den veränderten Lebenswelten angepasst.

„Die Menschen haben weniger Zeit, scheuen weite Wege und legen sich nicht mehr gerne über längere Zeiträume fest“, so Geschäftsführerin Angelika Oberländer. „Deswegen bieten wir nun verstärkt auch Kurse außerhalb an“. Die FBS kommt zum Teilnehmer, etwa in Pfarren und kommunale Einrichtungen. Neue Kooperationspartner sind auch Hephata, die Sarah Wiener Stiftung und die Hochschule Niederrhein. „Jeder Stadtteil ist anders und braucht unterschiedliche Angebote. Durch die Kurse vor Ort können wir auf diese Anforderungen reagieren“, erklärt Angelika Oberländer. Außerdem gibt es nun beispielsweise in den 40 von der FBS betreuten Familienzentren mehr Einzelveranstaltungen und weniger mehrtägige Kurse.

Das Angebot der Familienbildungsstätte richtet sich übrigens nicht nur an Frauen, sondern auch an Männer, die sich - nach Erfahrung des FBS-Teams - dank Elternzeit und moderner Vaterrolle immer häufiger bei Erziehungs- und Entwicklungsfragen einbringen.

Insgesamt bietet das neue Jahresprogramm der Familienbildungsstätte Mönchengladbach 1 000 verschiedene Kurse. Hinzu kommen 3 000 Stunden, die im Laufe des Jahres auf Anfragen umgesetzt werden.

„Trotz der zunehmenden Anzahl der Online-Anmeldungen ist unser gedrucktes Programmheft für viele Menschen noch von großer Bedeutung.“, so Angelika Oberländer. „Wir haben deswegen die Auflage von 9 000 Exemplaren auch für 2018 gehalten“.

Das Programm wird zurzeit in Mönchengladbach verteilt. Die Anmeldung zu den Kursen ist schon möglich.

Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auch im Internet unter www.fbs-mg.de

(Report Anzeigenblatt)