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Start für das Soja-Experiment in der „Berggartenoase“

Start für das Soja-Experiment in der „Berggartenoase“
Am Samstag startet in der Berggartenoase an der Lüpertzender Straße „Das Soja-Experiment – 1  000 Gärten“. FOTO: pixabay
Mönchengladbach. Am Samstag, 12. Mai, startet die Transition Town-Initiative Mönchengladbach ein wissenschaftliches Forschungsprojekt für gesunde Ernährung in dem offenen Bürgergarten „Berggartenoase“ unterhalb der Volkshochschule an der Lüpertzender Straße. Von Sandra Geller

Soja ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Ihre Bohne enthält so viel hochwertiges pflanzliches Eiweiß wie keine andere Hülsenfrucht, zudem ist sie eine umweltgerechte Alternative zum Fleischkonsum.

Die von der Transition Town-Initiative Mönchengladbach betriebene Berggartenoase nimmt auch in diesem Jahr wieder am Projekt „Das Soja-Experiment – 1 000 Gärten“ der Universität Hohenheim und der Freiburger Taifun Tofu GmbH teil. Hierbei geht es darum, Bio-Soja in Deutschland heimisch machen. Dazu werden neue Sojastämme und -sorten auf ihre Anbaueignung unter hiesigen Klimabedingungen getestet.

Das Projektziel ist es, die nachhaltige regionale Versorgung mit gentechnikfreiem pflanzlichem Eiweiß zu sichern. Der heimische Anbau dieser vielseitigen Hülsenfrucht stärkt die heimische Landwirtschaft und verringert die Transportwege. Die bekanntesten Soja-Produkte sind Tofu, Sojamilch, Sojasauce, Miso, Tempeh und Yuba. An weiteren Einsatzmöglichkeiten wird gearbeitet.

Das Projekt startet am Samstag, 12. Mai, von 14 bis 15.30 Uhr in der Berggarten-oase der Volkshochschule, Am Sonnenhausplatz/Lüpertzender Straße 85. Für die Einbringung des Projekt-Saatgutes stehen zwölf Reihen à einem Meter zur Verfügung. Danach wird der Wachstumsverlauf akribisch dokumentiert: Daten über den Beginn der Blüte, Blütenfarbe, Ende der Blüte, Pflanzenhöhe, Datum der Reife, Anzahl der Hülsen, Anzahl der Bohnen pro 20 Hülsen, Eiweiß- und Ölgehalt werden erfasst und an die Universität Hohenheim weitergeleitet. Die Ernten der vielversprechendsten Kreuzungen werden dann von der Firma Taifun zu kleinen Test-Tofus verarbeitet.

Alle interessierten Bürger sind eingeladen, am diesjährigen Projektstart teilzunehmen. Anmeldungen zu der kostenlosen Veranstaltung sind nicht erforderlich. Als Ansprechpartnerin für nähere Informationen steht Hannelore Fränken gerne zur Verfügung: hannelore.fraenken @web.de.

(StadtSpiegel)