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Stadt will sich neu aufstellen

Stadt will sich neu aufstellen
Wollen, dass Korschenbroich auch künftig gut aufgestellt ist (v.l): Erster Beigeordneter und Kämmerer Thomas Dückers, Bürgermeister Marc Venten und Technischer Beigeordneter Georg Onkelbach. FOTO: Stefan Reinelt
Korschenbroich (rmb). Die Stadt Korschenbroich will ein neues Leitbild zu einem integrierten Stadtentwicklungskonzept verfassen. Von Stefan Reinelt

Die Politik formuliert langfristige Ziele gerne in einer Agenda. Die Stadt beschloss im Jahr 2010 ihre „Agenda 2020“, die sich unter anderem die vermehrte Ansiedlung von jungen Familien zum Ziel gesetzt hat. Seitdem ist die Einwohnerzahl um rund 1 000 auf mehr als 34 100 gewachsen.

Weiterhin rege Bautätigkeiten im Stadtgebiet und ein Andrang auf die Kita-Plätze zeigen, dass sich Korschenbroich verjüngt. „Wir haben inzwischen die Situation, dass bereits ungeborene Kinder angemeldet werden“, sagt Bürgermeister Marc Venten, der seit seinem Amtsantritt bereits zehn neue Kita-Gruppen eingeweiht hat. In den nächsten zwei Jahren ist mit der gleichen Anzahl wieder zu rechnen.

Zurzeit stehen 1 176 Plätze in allen Kindertagesstätten zu Verfügung, zum kommenden Jahr 2019/20 können allerdings 101 Anmeldungen nicht berücksichtigt werden, darunter 61 im U3-Bereich, die vorerst in der Tagespflege betreut werden. Um dem kommenden Bedarf gerecht zu werden, müssen für das Jahr 2020/21 drei weitere Gruppen geschaffen werden. Dabei berücksichtigt ist bereits der Neubau der fünfgruppigen Kindertagesstätte im Baugebiet „An der Niersaue“, die im Sommer zunächst in einem Provisorium mit drei Gruppen starten wird. Der Technische Beigeordnete Georg Onkelbach sieht im großen Platzbedarf die Entscheidung bestätigt, dass das Neubaugebiet trotz großer Nachfrage in zwei Schritten mit einem Abstand von zehn Jahren entwickelt wird. Dafür werde man dort schnell den Endausbau der Erschließung vornehmen, heißt es. Die Straßenbeleuchtung werde bereits jetzt fertig installiert.

Mit dem großen Kita-Platzbedarf geht eine steigende Nachfrage nach Betreuung im Offenen Ganztag an den Schulen einher. „Die Politik hat beschlossen, dass zukünftig alle Kinder mit einem Antrag für einen OGS-Platz versorgt werden und wir eine hundertprozentige Betreuungsquote erreichen“, erklärt Bürgermeister Venten.

Während die „Agenda 2020“ sich den demografischen Wandel zum Schwerpunkt gesetzt hat –neben der Familienförderung wurde hiernach unter anderem auch der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen umgesetzt – soll nun ein neues Leitbild zu einem integrierten Stadtentwicklungskonzept verfasst werden. Fragestellungen, ob weitere Baugebiete gewollt sind oder mehr Grünflächen gebraucht werden, der Tourismus gefördert werden soll und welche Bedürfnisse Familien und Senioren haben, sollen in einem breit aufgestellten Diskussionsprozess erörtert werden.

(StadtSpiegel)