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Smombies sind unter uns

Smombies sind unter uns
Sie sind kein Halloween-Phänomen. Und sie werden auch in Gladbach immer mehr: Smombies
Mönchengladbach. Man begegnet ihnen im Aufzug, im Bus, auf der Straße, an der Supermarktkasse… Smombies – Menschen, die auf ihr Smartphone starren und nichts mitbekommen von dem, was um sie herum geschieht. Der Extra-Tipp auf Smombie-Spurensuche in Mönchengladbach... Von Petra Käding

Smombies sind überall. Bei Verkehrskontrollen fallen zwar vor allem Autofahrer und Radfahrer auf, die ihre Finger nicht vom Handy lassen können. Allein in Mönchengladbach wurden letztes Jahr rund 2 500 Verstöße gezählt, davon rund 200 Radfahrer, so Achim Hendrix, Leiter der Verkehrsinspektion 1 und zuständig für den Bereich Verkehrsunfall-Prävention und -Opferschutz. Doch es sind nicht nur die Autofahrer, die andere Verkehrsteilnehmer durch ihr Telefonieren, Surfen, Daddeln, WhatsAppen gefährden. Etwa jeder sechste Fußgänger läuft über die Straße, den Blick aufs Smartphone statt auf den Verkehr gerichtet, sagt die bundesweite Statistik.

Umso überraschender, dass die Gladbacher Polizei bislang noch keine entsprechende Entwicklung von Unfällen registriert hat, an denen Smombies beteiligt sind. Das wundert auch Hendrix. Er weiß, wie gefährlich Ablenkung im Straßenverkehr ist und klärt mit seinem sechsköpfigen Team regelmäßig in Gladbach auf. „Inzwischen zählt Ablenkung, insbesondere durch elektronische Geräte, meist Smartphones, zu den Hauptunfallursachen – von der Gefährlichkeit vergleichbar mit einem Alkoholpegel von über einem Promille!“, sagt er.

(StadtSpiegel)