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Sanierung schreitet voran

Rheindahlen. Eine alter Turm erstrahlt in neuem Glanz – und das buchstäblich: Mit der neuen Außenbeleuchtung wird die Schriefersmühle in Rheindahlen nachts zum echten Hingucker. Und das ist nicht das Einzige, was neu ist... Von Klaus Schröder

Neben der Außenbeleuchtung, die 8 500 Euro gekostet hat, wurde in diesem Jahr unter anderem auch für 15 000 Euro eine dritte Geschossdecke in das historische, im Jahr 1747 erbaute Gebäude an der B57 eingezogen. Außerdem wurden ein Tor und drei Fenster eingebaut.

„Mit der neuen Geschossdecke liegt die bespielbare Fläche innerhalb der Mühle bei etwa 100 Quadratmetern“, schätzt Helmuth Claßen vom Förderverein Schriefersmühle. Dieser setzt sich seit 2011 mit Erfolg für die Erhaltung und öffentliche Nutzung des Baudenkmals ein. So ist es dem Verein in den vergangenen Jahren dank tatkräftiger Hilfe der Mitglieder und mit Fördermitteln von Stadt, Landschaftsverband sowie Sparkassen- und NRW-Stiftung gelungen, die verfallene Windmühle wieder ordentlich in Schuss zu bringen. Insgesamt sind bisher rund 202 000 Euro in das Projekt geflossen.

„Mit den neuesten Baumaßnahmen haben wir wieder einen großen Meilenstein in der Sanierung hinter uns gebracht“, freut sich Prof. Dr. Michael Schmitz, der erste Vorsitzender des Fördervereins. Schritt für Schritt entwickele sich die Schriefersmühle wieder zu einem echten „Postkarten-Motiv“. Bislang ist hierfür schon sehr viel gemacht worden – von der Neupflasterung des Zugangsweges bis hin zum Abriss einer Garage, um den freistehenden Charakter der Mühle zu gewährleisten.

Fertig sind die Mühlenliebhaber aber noch lange nicht: Für 2019 sind bereits der Einbau einer Heizung sowie der Aufbau einer Kappe mit Flügeln geplant, denn letztere dürfen bei einer echten Windmühle natürlich nicht fehlen. Drehen werden sich die Flügel allerdings nicht, schon allein aus Sicherheitsgründen, und auch auch weil der Betrieb der Flügelanlage sehr viel Fachkompetenz erfordere, über die im Verein schlichtweg niemand verfüge.

Veranstaltungen wird es hingegen zur Genüge geben in der Mühle. So etwa am Pfingstwochenende, wenn der Kunstkreis 17 am Pfingstsonntag von 11 bis 16 Uhr und am Pfingstmontag von 11 bis 17 Uhr Aquarelle und Acryl-Bilder in der Schriefersmühle ausstellt. Außerdem lädt der Förderverein am Pfingstmontag aber auch von 11 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür, wird am Pfingstmontag doch traditionell der Deutsche Mühlentag begangen. Führungen, Vorträge, Speisen und Getränke erwarten die Besucher hier . Zudem können bereits ab 9.30 Uhr 20 Mercedes-Oldtimer an der Mühle besichtigt werden, die sich um 11 Uhr auf eine Mühlen-Rundfahrt begeben werden. Am Wochenende vom 15. bis 17. Juni kommt dann noch die Künstlergruppe MachART mit einer Ausstellung in die Mühle (Vernissage Freitag ab 18 Uhr, Ausstellung Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr).

(StadtSpiegel)