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Odyssee im Kostümwald

Odyssee im Kostümwald
Manche lieben ihn, manche hassen ihn: Kurzerhand wird aus dem Redakteur der US-Präsident.
Mönchengladbach. Karneval steht vor der Tür – und wieder mal stellen sich viele die Frage, was sie denn bloß anziehen sollen. Besonders Karnevalsneulinge tun sich oft schwer, das für sie richtige Kostüm zu finden. Von Thomas Hippel

Zugegeben, die 35 Jahre, die ich vom Zeitpunkt meiner Geburt an im tiefsten Westfalen gelebt habe, sind karnevalsmäßig nicht spurlos an mir vorübergegangen. Soll heißen: Kostüme und Kamelle haben bislang in meiner Welt keine große Rolle gespielt.

Das letzte Mal verkleidet war ich vor sage und schreibe 25 Jahren – beim Kinderkarneval in der Grundschule. Jetzt aber, wo mich der Beruf nach Mönchengladbach in die Redaktion des Extra-Tipp verschlagen hat, werden die Karten neu gemischt.

Dass das bunte Treiben hier am Niederrhein einen ganz anderen Stellenwert genießt, wusste ich ja, als ich mich entschied, hierher überzusiedeln. Und sich dem hiesigen Brauchtum zu entziehen, verbietet allein schon der journalistische Ehrenkodex. Darum geht’s also auch gleich in die Vollen für mich. Die Vollen, das ist in diesem

Fall Deiters an der Hindenburgstraße, der gut sortierte Fachhandel für Kostümierungen aller Art. Meine Mission ist klar: Es gilt, das richtige Karnevals-Outfit für mich zu finden.

Bereits als ich das Geschäft betrete, wird mir schlagartig bewusst, wie sehr der Rheinländer seinen Karneval lieben muss. Bislang war die Assoziation, die das Wort „Kostümhandel“ in mir hervorrief, immer die der zwei, drei Regale, die man regelmäßig zur Karnevalszeit in den Kaufhäusern – vielleicht irgendwo zwischen der Schmuck- und der Kosmetikabteilung – vorfindet. Damit hat die Deiters-Filiale, in der ich gerade stehe, allerdings reichlich wenig zu tun, hier erstrecken sich die Kostüme fast schon auf der Fläche eines kleinen Kaufhauses.

Okay, sage ich mir, dann stürzen wir uns doch einfach mal rein ins närrische Vergnügen...

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(Report Anzeigenblatt)