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Lobbyarbeit für das Tierwohl

Lobbyarbeit für das Tierwohl
Gegen schlechte Bedingungen in der Nutztierhaltung, wie sie hier im Bild zu sehen sind, setzt sich das Bündnis „mensch fair tier“ ein, zu dem mittlerweile fast 40 Mitglieder aus ganz Deutschland gehören. Am 19. Januar lädt das Bündnis ins Haus Zoar. FOTO: SOKO Tierschutz e.V.
Mönchengladbach. Die Rheydterin Natascha Wenrich ist nicht nur als Sängerin der Band beets’n’berries aktiv, sondern sie engagiert sich auch im Aktionsbündnis „mensch fair tier“. Dieses setzt sich für eine Veränderung des ökologischen Bewusstseins und eine Verbesserung im Umgang mit Nutztieren ein. Am 19. Januar laden Wenrich und ihre Mitstreiter zu einem Aktionstag im Haus Zoar ein. Von Thomas Hippel

„Mit dieser Veranstaltung möchte ich Menschen dazu einladen, in einen Dialog zu treten und sich ein Herz zu fassen und eine Thematik zu betrachten, die wir gerne im Alltag verdrängen“, sagt Natascha Wenrich. Wie massiv die Themen Klimawandel, Umweltzerstörung, Flüchtlingskrise, Konsumverhalten und unsere Gesundheit mit dem qualvollen Leid von Milliarden Tieren auf dieser Welt zusammenhängen, wollen Wenrich und das Bündnis „mensch fair tier“ am Samstag, 19. Januar, im Haus Zoar, Kapuzinerplatz 12, aufzeigen und zur Diskussion stellen.

Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr. Hauptprogrammpunkt ist die Vorführung des Films „Dominion“ (FSK 16) im 140 Zuschauer fassenden Kinosaal. Die Dokumentation zeigt hauptsächlich die Zustände in der sogenannten konventionellen Nutztierhaltung zum Zweck der Fleisch- und Milchproduktion.

„Die Aufnahmen stammen überwiegend aus Australien und Asien, könnten aber ebenso aus einem europäischen Land stammen. Außerdem wirft der Film einige Blicke auf andere Bereiche, in denen wir Tiere für menschliche Zwecke – zum Beispiel Jagd, Unterhaltung, Sport, Bekleidungsindustrie und wissenschaftliche Forschung – nutzen“, erklärt Wenrich. Der Film zeige die schonungslose Realität, wie es unseren Tieren ergeht und rege dazu an, sorgsam zu prüfen, wie das, was dort zu sehen ist, eigentlich zu den eigenen Werten passt. Wenrich: „Der Film kann im besten Fall der entscheidende Anstoß für eine bedeutsame Veränderung im eigenen Leben sein. Und genau das ist meine Motivation.“

Im Anschluss an den Film sind alle Besucher eingeladen, den anwesenden Vertretern des Bündnisses Fragen zu stellen und mit ihnen über den Film zu sprechen. Außerdem gibt es Live-Musik von Natascha Wenrich und ihren Musikerkollegen von beets’n’berries. Für kleine Speisen und Getränke wird Holger Böker vor Ort mit einem Catering sorgen.

(StadtSpiegel)