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Leser-Echo auf die Diskussion um die Sichtbarkeit der Kaiser-Friedrich-Halle: „Der kahle Anblick ist nicht toll“

Leser-Echo auf die Diskussion um die Sichtbarkeit der Kaiser-Friedrich-Halle: „Der kahle Anblick ist nicht toll“
So thronte sie vor 55 Jahren auf dem Hügel. Quelle: Stadtarchiv Mönchengladbach
Mönchengladbach. (schrö). Per E-Mails, am Telefon und auf Facebook: Überall laufen die Mönchengladbacher Bürger Sturm gegen eine Freilegung von Sichtachsen vor bekannten Gebäuden, speziell vor der Kaiser-Friedrich-Halle. Von Klaus Schröder

Helga Zipp war eine der ersten, die ihre Meinung zu unserem Artikel loswerden wollten (KFH: Ansicht wie damals?, 6. Juli): "Es wäre eine Schande, den alten Baumbestand zu entfernen!!! Verzichten könnte man dagegen sehr gut auf Werbebanner und Fahnen!"

Patrick Lademann findet: "Es geht hier um die freie Sicht auf die Kaiser-Friedrich-Halle. Die Vielzahl der Banner, Flaggen, Tafeln und Verkehrsschilder behindern den freien Blick. Niemand möchte einen kompletten Kahlschlag! Auch ich kämpfe um jede Rotbuche im Standgebiet. Trotzdem kann ein maßvoller Rückschnitt der Baumkronen und das Entfernen unsinniger Schilder und Banner eine Bereicherung für Mönchengladbach sein."

Herbert Rommerskirchen meint: "Der kahle Anblick, den finde ich nicht so toll." Bei der Verteilung des Stadt Spiegels hatte er mit einigen Nachbarn zusammengestanden und über das Für und Wider von Sichtachsen diskutiert, "wir waren alle der Meinung, dass sich die Politik um wichtigere Dinge kümmern sollte."

Christel Eßers schreibt: "Ich finde, man sieht noch genug von der Halle. Auf keinen Fall so wunderschöne Bäume fällen."

Birgid Mühlstroh: "Es kann doch nicht ernsthaft darüber nachgedacht werden, die tollen Bäume zu beseitigen, um die Sicht zu vergrößern. Ich fahre mehrmals wöchentlich an der KFH vorbei und der Blick ist völlig ausreichend. Ich finde es schon schlimm genug, dass auf dem Rheydter Marktplatz und an der Sparkasse Rheydt tolle Bäume weichen mussten. Mehr Begrünung um die Rheydter Hauptkirche würde den Marktplatz deutlich aufwerten."

Markus Eßer schreibt unter anderem: "Ich will die Bäume behalten, damit sich wieder mehr Grünanlagen in Mönchengladbach entwickeln können und ein bisschen mehr Natur beim Menschen ist."

Gero Pollnow: "Dieses Gebäude, sowie die anderen, gewinnt doch nur durch das Verborgensein. Der Besucher der Stadt wird neugierig, hält an, kehrt ein. Ich mag mir nicht vorstellen, die Bismarckstraße demnächst hochzufahren, kein natürliches Grün mehr in Richtung KFH zu sehen, ausser dem grünen Dach der Halle. Wer erlaubt sich alte Postkartenansichten gegen die gewachsene natürliche Grundstückentwicklung einzutauschen?"

Hildie Davison schreibt: "Ich stimme mit Hajo Siemes von den Grünen überein, dass die Bäume die Gebäude verschönern. Daher bin ich gegen ihre Fällung. Wenn man die Sichtachse erhalten wollte, hätte man auf die Anpflanzung von Bäumen seinerzeit verzichten sollen, denn die haben es nun mal an sich, dass sie wachsen."

Alexandra Roscher findet: "Wenn man die Fahnen und Werbebanner entfernt, wäre das sicher für die Ansicht von Vorteil, aber die schönen alten Bäume sollten bitte besser stehen bleiben." Ingeborg Brockmann meint: "Die Banner und die Fahnen können weg - aber doch nicht die Bäume!"

Marita Flocken ruft an: "Die Politik soll das Geld für Anderes ausgeben." Babette Faßbender sagt am Telefon: "Im Sommer sieht das doch so toll aus. Da lebt der Berg. Und im Winter kann man sich dann wieder die KFH ansehen." Christel Bühren findet: "Die Bäume sind doch ein schöner Blickfang."

Hansmichael Hähle dagegen schreibt: "Ich stimme Frau Finger unbedingt zu: Das schönste Gebäude in Mönchengladbach muss gut zu sehen sein. Da muss auch mal ein Baum dran glauben. Natürlich sollte dann an anderer Stelle Ersatz gepflanzt werden."

(StadtSpiegel)