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Leser-Echo auf die „Angst auf der Blauen Route:“ „Zeit für Kontrollen“

Leser-Echo auf die „Angst auf der Blauen Route:“ „Zeit für Kontrollen“
Hannah Pongs fühlt sich auf der Fahrradstraße unter Druck gesetzt. FOTO: schrö
Mönchengladbach. Die Konflikte auf der Blauen Route, der ersten Fahrradstraße Mönchengladbachs, elektrisieren unsere Leser. Dutzende von Meinungen sind bei uns eingetroffen. Von Klaus Schröder

Peter Maritzen schreibt: "Die blaue Route habe ich schon mehrfach genutzt und habe gute Erfahrung damit gemacht. Von Pkws bin ich bisher nicht bedrängt worden. Allerdings fahre ich schon einmal zur Seite und lasse Fahrzeuge vorbei, allerdings nur dort, wo genügend Platz vorhanden ist, etwa ungenutzte Parkfläche. Viele Fahrer haben sich bedankt und fuhren dann mit der erlaubten Geschwindigkeit vorbei beziehungsweise weiter. Ansonsten fahre ich auf der Fahrbahnmitte weiter und die Fahrzeuge müssen halt warten. Viele Verkehrsteilnehmer kennen meiner Meinung nach die Bedeutung der Verkehrszeichen 325.1. Spielstraße und 244.1. Fahrradstraße nicht und wissen nicht, wie sie sich dort als Verkehrsteilnehmer zu verhalten haben." Brenda Kluth teilt das mit: "Wir wohnen in Mönchengladbach und ich bin oft mit dem Rad auf der blauen Route auf der Viktoriastraße unterwegs. Vor zwei Wochen war ich mit meinem sechsjährigen Sohn dort unterwegs und wir wurden von hinten von einem Wagen bedrängt. Der Fahrer hat geschimpft und und uns beleidigt. Da ich verhindern wollte, dass er meinen Sohn anfährt, bin ich etwas langsamer geworden, damit mein Sohn vor mir fahren konnte. Der Autofahrer hat daraufhin versucht, mich von der Straße zu drängen. Letztendlich musste ich während der Fahrt von meinem Rad abspringen, damit ich nicht gegen ein parkendes Auto prallte. Der Autofahrer zeigte mir den Mittelfinger und fuhr lachend an uns vorbei. Zum Glück ist meinem Sohn nichts passiert. So extrem habe ich das erst einmal erlebt, aber es ist dennoch an der Tagesordnung, dass man angehupt, beschimpft und beleidigt wird. Wenn meine Kinder alleine unterwegs sind, müssen sie auf dem Bürgersteig fahren – auf der Fahrradroute ist es einfach zu gefährlich. Generell ist die Fahrradstraße eine super Sache, allerdings wird es höchste Zeit dass die Polizei, das Ordnungsamt oder wer auch immer dafür zuständig ist, Präsenz zeigt und sich kümmert."

"Ich bin täglich mit dem Fahrrad auf der Brucknerallee unterwegs und kann die Probleme leider nur bestätigen. Verschafft man sich Platz und fährt mitten auf der Straße wird mitunter so dicht aufgefahren, dass der Straftatbestand der Nötigung erfüllt ist. Fährt man auf Seite, um die Drängler vorbeizulassen, ist man wiederum der Gefahr ausgesetzt, welche von parkenden Autos ausgeht. Das trifft sicher nicht auf alle Autofahrer zu, ich erlebe auch immer wieder große Rücksichtnahme. Würde das Anliegergebot nicht ständig ignoriert, wäre das Problem vielleicht gar nicht so akut. Ein Anlieger der nur kurz hinter einem Radfahrer herfahren muss, hat sicher mehr Geduld und Verständnis, als jemand der die Brucknerallee widerrechtlich als Abkürzung nutzt. Wo sich Verkehrsraum geteilt werden muss, kommt es zu Konflikten, daher mein Vorschlag: Auto-und Radfahrer trennen, indem auf einer Seite der Brucknerallee nur Autos, auf der anderen Seite nur Fahrräder fahren dürfen. Um die Parksituation der Anwohner nicht zu verschärfen, könnte man auf der Autoseite die Zahl der Parkplätze durch eine Anordnung quer zur Fahrbahn verdoppeln. Der Aufwand wäre gering und allen geholfen." Diese Meinung vertritt Edmund Purrio.

(StadtSpiegel)