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In Gladbach verkommt nix

In Gladbach verkommt nix
Die Gladbacher Tafel bei der Essensausgabe – nach den Feiertagen sind auch Weihnachtsleckereien dabei. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. So viele Sonn- und Feiertage zum Jahresende – da ist ganz schön was liegen geblieben. Und jetzt? Obst, Gemüse, die Weihnachtsleckereien – geht das alles in die Tonne? Nein, denn der Handel und die Mönchengladbacher Tafel bringen allerlei Gutes unter die Leute. Von Ulrike Mooz

„Da kommt ’ne ganze Menge“, berichtet Monika Bartsch, Vorsitzende des Mönchengladbacher Tafel. „Sehr viel Schokolade, auch hochwertige.“ Nach den Feiertagen läuft die Verteilung von Lebensmitteln an bedürftige Menschen gerade wieder an. „Nicht mehr benötigt, aber noch verwertbar“ sind die Produkte aus den Supermärkten, und dazu zählen nach den Feiertagen auch Weihnachtsware und Delikatessen.

Über 700 Familien, insgesamt über 2 000 Gladbacher Bürger, kommen Woche für Woche zur Tafel. „Bei uns gibt es keine Vollverpflegung“, erklärt Monika Bartsch, „aber schon ein gutes Zubrot.“ Wer vernünftig haushalte, komme weit mit seiner Wochenration.

Dass kein Kunde mit leeren Händen nach Hause geht – dafür sorgt die gute Kooperation mit den Lebensmittelhändlern. „Fast alle Supermärkte im Sponsorenstamm machen mit“, so Monika Bartsch. „Die werden mit unseren fünf Kühltransportern nach einem festen Plan abgefahren.

Und täglich grüßt ... der Tafeltransporter auch Edeka Endt. Ein Rollcontainer voll Lebensmittel für die Bedürftigen geht da jedes Mal raus.

„Unsere Mülltonne ist so gut wie leer“, erklärt Geschäftsführer Uwe Lojewski. Brot hole die Industrie wieder ab, Saisonware werde von vielen Firmen zurückgenommen, andere für den halben Preis verkauft. Über die Kooperation mit der Tafel – „sehr sympathische Leute“ – freut sich Lojewski ganz besonders. „Das gibt einem schon ein gutes Gefühl“, sagt er. „Auch weil die Tafel dadurch, dass die Menschen dort einen kleinen Betrag zahlen, das Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln erhält.“

Fazit: Lebensmittel wegwerfen ist „out“. Die Tafel freut sich auch über private Spenden – haltbare Lebensmittel, gerne Konserven.

(Report Anzeigenblatt)