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Günter vom Dorp und zwei große Konzertreihen INFO

Günter vom Dorp und zwei große Konzertreihen INFO
Extra-Tipp-Redakteurin Sandra Geller im Gespräch mit Günter vom Dorp. FOTO: Thomas Hippel
Günter vom Dorp ist Journalist, Sänger, Autor, Moderator - und Veranstalter. Mit seiner Agentur Voilà Promotion veranstaltet er unter anderem die SommerMusik Schloss Rheydt und die WinterMusik im Kunstwerk. Der Extra-Tipp sprach mit ihm über diese sehr erfolgreichen Konzertreihen. Von Sandra Geller

Extra-Tipp: Seit zwölf Jahren führen Sie erfolgreich die SommerMusik durch, seit zwei Jahren gibt es nun auch die WinterMusik. Wie ist es dazu gekommen?

Günter vom Dorp: Mit der WinterMusik wollen wir neue Akzente setzen. Es gibt viele tolle Künstler, die wir gerne nach Mönchengladbach holen möchten, für die ein Open Air im Sommer aber nicht unbedingt geeignet wäre, sondern die von ihrem Programm her besser in den Winter und in einen kleineren Rahmen passen würden. Schon damals haben wir sehr erfolgreich unsere „Night In White Satin“ im Kunstwerk in Wickrath durchgeführt, also lag der Schritt nahe, dort die WinterMusik ins Leben zu rufen.

Was ist das Besondere dieser Konzertreihe und soll sie weiter ausgebaut werden?

Wir werden es bei vier bis fünf Veranstaltungen an zwei Wochenenden belassen. Mehr können und wollen wir nicht, schließlich wollen wir unseren Besuchern ein anspruchsvolles Konzert präsentieren. Natürlich werden immer neue Künstler bei der WinterMusik dabei sein und auch die „Night In White Satin“ verändert sich von ihrem Programm her immer wieder. Wir freuen uns immer, wenn junge Talente mit dabei sind. Wir haben in der Stadt so viel Kompetenz in Sachen lokaler Musikförderung, für die wollen wir eine Lobby schaffen.

Die SommerMusik ist mittlerweile fester Bestandteil der regionalen Musikszene mit meist ausverkauften Konzerten. Was ist das Geheimnis des Erfolges?

Grundsätzlich natürlich der Spaß an der Sache, aber wir haben damals auch einfach die Gunst der Stunde genutzt. Vor 15 Jahren gab es in der Stadt kein professionell aufgezogenes Open-Air-Festival für ein ’erwachsenes’ Publikum, da habe ich mich gefragt, warum eigentlich nicht. Entscheidend ist natürlich auch, wo man ein solches Festival veranstaltet. Die Location sollte einen Bezug zur Stadt haben und ein tolles Ambiente haben, beides ist mit Schloss Rheydt gegeben.

Hier hat sich das Festival etabliert ...

Ja, auf jeden Fall. Am Anfang waren viele skeptisch, dass so etwas abseits der großen Städte funktionieren kann, aber wir haben uns einen guten Ruf erarbeitet. Die Leute haben gemerkt, da geht was ab, da lasse ich mich gerne sehen. Natürlich war alles am Anfang noch sehr provisorisch. Beim ersten Konzert hatten wir noch Klappstühle aus Holz, die sind uns im Regen total aufgequollen. Mittlerweile haben wir viel dazu gelernt und sind in der Logistik sehr professionell aufgestellt.

Was waren für Sie die musikalischen Highlights der vergangenen zwölf Jahre?

Da gibt es viele, aber grundsätzlich Künstler, die für ihre Musik stehen. Spontan fallen mir da Roger Cicero, Paul Carrack (Mike and the Mechanics), Annett Louisan oder Albert Hammond ein.

Zur SommerMusik kommen regelmäßig große internationale Künstler von Rang und Namen. Wie schaffen Sie das?

Manchmal reichen schon Bilder von der Location. Das festlich beleuchtete Schloss Rheydt, das tolle Ambiente und natürlich, dass die Hütte immer voll ist. Viele Künstler sind für solche Abende dankbar, dass eine Veranstaltung mal etwas anders abläuft. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich nicht nur Veranstalter, sondern auch selber Musiker bin. Da ist man eher auf einer Wellenlänge.

Für die SommerMusik 2018 konnten Sie wieder viele tolle Künstler verpflichten. Auf welches Konzert freuen Sie sich am meisten?

Fragen Sie doch mal eine Mutter, welches ihrer Kinder sie am liebsten hat. Nein, im Ernst. Albert Hammond ist sicherlich jemand, der unglaublich viele Hits geschrieben hat und eine tolle Show bietet. Und Vicky Leandros, eine großartige griechische Sängerin, die man sicher nicht nur auf Schlager reduzieren darf.

Welchen Künstler würden Sie denn gerne einmal bei der SommerMusik sehen?

Zucchero, ein toller Künstler, der kein Tingeltangel braucht.

Was ist das für ein Gefühl für Sie, wenn es endlich los geht mit den Konzerten?

Wenn die Sattelschlepper kommen mit dem Equipment, dann entlädt sich etwas. Das ist die Ernte von einem Jahr Arbeit. Mit den ersten Takten Musik fällt die Anspannung ab. Man muss auch sagen, dass sich die Musikszene verändert hat. Früher haben wir von Jahr zu Jahr geplant, jetzt sind wir schon für 2020 dran.

Wie stellen Sie das Programm zusammen?

Ich habe eine Antenne für Musik und bin als Musiker und Veranstalter nah an der Szene dran. Oft hört man einen Titel, den man gut findet, dann fange ich an zu recherchieren. Manchmal ergibt sich aber auch zufällig etwas.

Wie sehen Sie die Kultur- und Musikszene in Mönchengladbach?

Hier in der Stadt fehlt es an gar nichts. Was hier geboten wird, ist eine Hausnummer, die deutlich über die ’Provinz’ hinausgeht. Leider ist die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit nicht immer vorhanden. Man muss auch berücksichtigen, dass die Musikszene ein Wirtschaftsfaktor ist, der für die Entwicklung einer Stadt eine große Rolle spielt. Aber ohne Unterstützung sprich Sponsoren geht es nicht.

Haben wir in diesem Jahr bei der SommerMusik Neuerungen zu erwarten?

Wahrscheinlich fällt die Tribüne etwas größer aus und die Bühne wird höher. Natürlich gibt es auch wieder unsere Fotoausstellung im Schloss, da sind einige neue Bilder zu sehen.

Weitere Informationen zu den Konzerten unter www.voilakonzerte.de/Schloss-Rheydt/

(Report Anzeigenblatt)
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