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Einsatz im Sandkasten

Einsatz im Sandkasten
Das Einsatzgebiet auf dem Kinderspielplatz (!) an der Marienkirchstraße: ein wenig trostlos, die Laune: trotzdem gut - denn jetzt können sie etwas verändern: (v.l.) Christian Schirmer, Jörg Florenz, Anna Ziegler, Nina Wagner und Andreas Kreder. FOTO: Klaus Schröder
Eicken. Drei Spielplätze kann Mönchengladbach mit finanzieller Unterstützung des Landes sanieren: an der Marienkirchstraße in Eicken, am Pixbusch in Odenkirchen und an der Gracht. Kinder konnten Vorschläge äußern - aber diese Mitmachkultur muss noch wachsen. Von Klaus Schröder

Eine Schaukel, viel schmuddeliger Sand, reichlich Unkraut - Kinder lassen sich auf dem Spielplatz an der Marienkirchstraße nicht blicken; in den Abendstunden eher die Rauschgift-Dealer. Die Öde zurückdrängen und die Stelle wieder bespielbar machen wollen in Teamarbeit: Christian Schirmer und Nina Wagner vom Jugendamt, Anna Ziegler von der mags, Andreas Kreder, ökumenischer Jugendarbeiter, und der Künstler und Spielgeräteexperte Jörg Florenz. Für die Zuschüsse vom Land haben sie neben Pixbusch und Gracht vor allem hier einen "besonderen Entwicklungsbedarf" entdeckt. Christian Schirmer gibt unumwunden zu: "Wir hatten in den letzten Jahren immer zu wenig Geld, um am Ball zu bleiben." Jetzt stehen 25 000 Euro zur Verfügung, für Gracht 22 500 Euro und für Pixbusch 35 000 Euro, bei einem städtischen Eigenanteil von jeweils zehn Prozent.

Was kann man damit anfangen? Ein paar Kinder haben sich dann doch an den trüben Ort verirrt und wünschen sich: "Eine Rutsche." "Eine Schaukel." "Etwas zum Balancieren." "Ein Trampolin." "Eine Bücherecke." "Eine Holzskulptur."

Anna Ziegler hat alle Ideen notiert und wird jetzt Pläne machen, die den Kindern nächste Woche vorgestellt werden. "Dann werde ich die Ausschreibung starten und mit den Lieferzeiten wird es wohl Frühjahr 2018 werden." Christian Schirmer kann sich dann eine kleine Party vorstellen, um Kindern in Mönchengladbach deutlich zu machen, dass ihre Wünsche nicht ungehört verhallen. "Aber wir bohren halt dicke Bretter, was das Geld, aber auch, was die Beteiligung von Kindern angeht." Geld ist nicht die Hauptsache, sagt Jörg Florenz noch am Schluss, sicher kann man ein acht Meter hohes Baumhaus für 110 000 Euro bauen, wie er es in Holland schon getan hat, "aber ein Baumstamm für 100 Euro tut es auch."

(StadtSpiegel)