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Eine Lösung für die Tonne?

Mönchengladbach. Neues Jahr, neue Tonnen. Über das zum Jahresbeginn in Kraft getretene Müllsystem ist hitzig diskutiert worden. Nun steht der Gladbacher vor vollendeten Tatsachen in Form einer mehr oder weniger „bedarfsgerechten“ Rolltonne und fragt sich: Wohin mit der alten? Abgeholt wird sie nicht, sagt die GEM. Wie die Gladbacher das finden und mit welchen Entsorgungsstrategien sie kontern – der Stadt Spiegel hat nachgefragt. Von Petra Käding

Sicher, die GEM hat ihre Gründe.

Das bisherige System mit Ringtonnen musste ersetzt werden, weil es gegen mehrere Regelungen des Arbeitsschutzes verstößt“, heißt es. Auch dafür, dass keine Abfuhrtermine für die alten Tonnen angeboten werden, gibt’s Gründe. Die Ringtonnen gehörten den Gladbachern und viele wollten ihre ausgediente Ringtonne gar nicht abgeben, so die GEM. Man könne nicht abschätzen, wie viele Gefäße bereitgestellt werden, daher stehe der logistische Aufwand einer Abholungvor der Haustüre in keinem Verhältnis. Alternatives Angebot der GEM: Im Januar könne man seine Ringtonne kostenfrei an den Wertstoffhöfen Heidgesberg und Luisental abgeben – oder am Sammelmobil (Termine über www.mags.de). Außerdem gebe es noch das Servicetelefon: 02161/49 10 10 (Mo-Sa 6-22 Uhr).

Trotzdem: So mancher, der sich vielleicht erst 2018 von seinem sauer verdienten Geld die Restmülltonne gekauft hat, wird denken: „Kostenfrei – wie großzügig!“ Oder auch: „Wie soll ich meine schwere Zinktonne ohne Auto zum Wertstoffhof oder innerhalb eines Zeitfensters von einer Stunde zur mobilen Sammelstelle bringen?“

Überhaupt: In welchem Verhältnis soll das stehen, wenn jeder Gladbacher durch die halbe Stadt kurvt, um seine alte Tonne adäquat zu entsorgen?

Gladbach regt sich auf – und macht auf Facebook Vorschläge zur Lösung des Tonnenproblems. Paul Jansen postet: „Ich stelle meine Tonne vor das Rathaus!“ Alex Hümmelke schlägt vor: „In ’nen gelben Sack stecken, dann kostet das Abholen nix.“ Daraus wird leider nichts, denn wie die GEM erklärt, dürfen die Tonnen nicht über den Gelben Sack entsorgt werden. Gaby Hilgers hat eine andere Idee: „In Wassenberg braucht man die noch. In die Kleinanzeigen setzen!“ Hajo Gutmann geht’s kreativ an: „Sauber machen, bemalen und Blumen drin pflanzen.“ Und Tanja Sieben ganz pragmatisch: „Kann man gut für Blumenerde, Streusalz oder Katzenstreu verwenden.“

Fazit: Vieles geht. Nur bitte nicht Rene Hufers Devise folgen: „Die meisten werden eh nachts entsorgt.“

(StadtSpiegel)