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Ein Zimmer auf der Straße

Ein Zimmer auf der Straße
Ein „Zimmer auf der Straße“ hatten der Mönchengladbacher Caritasverband und die Stadtbibliothek am Donnerstag auf dem Adenauerplatz aufgebaut. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Die Zahl öffentlich geförderter und somit preisgebundener Mietwohnungen ist in Mönchengladbach rapide gesunken. „Der soziale Wohnungsbau macht nur noch etwas mehr als sechs Prozent des gesamten Wohnungsbestandes in der Stadt aus“, informiert Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa. Anlass für den Verband, mit der Aktion „Ein Zimmer auf der Straße“ auf ein aktuelles Problem aufmerksam zu machen: Bezahlbarer Wohnraum ist knapp - auch in Mönchengladbach. Von Sandra Geller

Die Gründe dafür sind vielfältig: „Sozialer Wohnungsbau ist zu bürokratisch und die Beantragung erfordert einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand“, kritisiert Polixa. Deshalb sei bezahlbares Wohnen neben Pflege, Kinderarmut und Alterssicherung eines der drängendsten politischen Themen. „Unsere Aufgabe ist es, immer wieder darauf aufmerksam zu machen“, so Polixa. Es sei zwar erfreulich, dass in Mönchengladbach 85 neue Sozialwohnungen entstehen sollen, insgesamt sei die Zahl jedoch viel zu gering, zumal in den nächsten Jahren viele Wohnungen aus der Mietpreisbindung fallen würden.

(Report Anzeigenblatt)