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Ein Par/cours ohne Hindernisse

Ein Par/cours ohne Hindernisse
Diese Künstler öffnen die Türen ihrer Ateliers beim Parc/ours. FOTO: Kulturbüro Mönchengladbach
Mönchengladbach. Dieser „Parc/ours“ weist keine Hindernisse auf, sondern nur lohnenswerte Ziele. Die Show zeigt am 16. und 17. September, was Künstler in Mönchengladbach drauf haben. Von Klaus Schröder

Dutzende Kulturschaffende machen zu diesem Zeitpunkt an jenem Ort ihre Werke publik, an dem sie entstanden sind, in ihren Ateliers. Bereits zum 19. Mal kann jeder Bürger so an zwei Tagen die Kunstszene der Stadt kennenlernen.

Darauf ist das Kulturbüro um seinen Chef Thomas Hoeps als Veranstalter stolz und auch der Kulturdezernent. Gert Fischer sagte: „Die Stimmung in der Stadt ist gut, wir sind ziemlich erfolgreich und die Arbeit der letzten acht, zwölf Jahre zahlt sich aus. Das merkt man zuerst bei der Kunst.“ Die Kultur also als Seismograph. Claudia Tronicke vom Kulturbüro stellte daraufhin die Neuigkeiten der nächsten Ausstellung vor. „Wer beim Parc/ours mindestens sieben Ateliers besucht, kann an einer Verlosung teilnehmen und eines von drei Kunstwerken im Wert von je 500 Euro gewinnen.“

Die von den Künstlern zur Verlosung ausgewählten Stücke werden mit einem Aufkleber markiert, „einer chinesischen Winkekatze“, wie sich Thomas Hoeps diebisch freute mitzuteilen, während sein Vorgesetzter Gert Fischer frotzelte „jetzt bringen wir auch schon Katzen-Content.“

49 professionelle Maler, Bildhauer, Konzept- und Videokünstler sowie Fotografen zeigen ihre Arbeiten, acht Gastkünstler komplettieren die Werkschau. Kostenlose Führungen von erfahrenen Kunsthistorikern helfen Besuchern, die Ausstellung auf sich wirken zu lassen.

Thomas Hoeps freut sich auf Nachfrage darüber, dass das Interesse an dieser Kunstveranstaltung stetig steigt. „Vor sieben Jahren hatten wir 3500 Besuche, heute sind es schon 6000.“ Das erfordert eine Menge Arbeit und auch Geld. 7000 Euro werden dieses Jahr eingesetzt.

Das ist wohl gut angelegtes Geld, wenn man sich die Funktion dieses Festivals noch einmal mit Gert Fischers Worten vergegenwärtigt: „Es ist eine Art Fenster, durch das man in die Zukunft blickt.“

(StadtSpiegel)