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Ein Jahr voller Herausforderungen

Ein Jahr voller Herausforderungen
Der Vorstand der „neuen“ Volksbank Mönchengladbach (v.l.): Otmar Tibes, Josef Brück, Dr. Veit Luxem, Franz D. Meurers und Rainer Corsten.
Mönchengladbach. Zurück in ruhigere Fahrwasser – die Volksbank Mönchengladbach und die Volksbank Erkelenz haben ihre Fusion erfolgreich gemeistert. Das zeigt die Bilanz 2017, die die neue Volksbank Mönchengladbach eG jetzt präsentierte. Von Sandra Geller

„Wir sind

in den Nachwehen der Fusion angekommen“, bekräftigte der Vorstandsvorsitzende Dr. Veit Luxem. Neben der Optimierung von Arbeitsabläufen gehört dazu auch das menschliche Zusammenwachsen von zwei Häusern mit „eigener Kultur“ und immerhin 429 Mitarbeitern. Dennoch sei die Fusion die richtige Entscheidung gewesen, denn „zusammen sind wir einfach besser“. „Das war das Motto, das uns angetrieben hat“, so Luxem.

Mit den Zahlen zeigte sich der Vorstand trotz des „herausfordernden Geschäftsjahres“ zufrieden. Das Gesamtkundenvolumen stieg um knapp 5,2 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, die Bilanzsumme wuchs um zwei Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro. Deutliche Zuwächse gab es im Kreditgeschäft mit einem Gesamtvolumen (genossenschaftliche Finanzgruppe) von 1,5 Milliarden Euro. Das sind über 73 Millionen Euro mehr als in 2016. Das Kundeneinlagenvolumen lag bei rund 2,2 Milliarden Euro – „es macht stolz, dass die Menschen ihrer Volksbank ihr Geld anvertrauen“, betonte Luxem.

In der aktuellen Niedrigzinsphase präsentierten sich Wertpapieranlagen und Immobilieninvestitionen auf unverändert hohem Niveau. Bei der Nachfrage an Wertpapieren und Fonds gab es eine Steigerung um 60 Millionen Euro auf fast 635 Millionen Euro, hinzu kommt ein Plus von ca. 3,5 Prozent auf 537 Millionen Euro bei den Wohnungsbaukrediten (eigene Mittel der Bank).

Der Zinsüberschuss, die wichtigste Ertragsquelle der Volksbank, schrumpfte um 1,9 Prozent auf 37,2 Millionen Euro – angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase „kein so schlechtes Ergebnis“, zeigte sich Dr. Veit Luxem erleichtert. Der Provisionsüberschuss stieg dank des Wertpapiergeschäftes auf 15,6 Millionen Euro (+14 Prozent), die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich leicht auf 38,8 Millionen Euro. Nach Steuern in Höhe von fast 4,7 Millionen Euro weist die Volksbank Mönchengladbach einen Jahresüberschuss von 3,2 Millionen Euro aus. Damit wird den Anteilseignern voraussichtlich eine Dividende von sechs Prozent bzw. 1,5 Millionen Euro gezahlt.

„Multikanalstrategie“ heißt das Stichwort für die Zukunft. „Die Volksbank wird nicht nachlassen, zu prüfen, ob sie richtig aufgestellt ist“, kündigte Bankvorstand Josef Brück an – heißt, ob sich jede der 28 Filialen in Zukunft noch rechnen wird. Hierbei seien einerseits das veränderte Kundenverhalten bei der Nutzung von Finanzdienstleistungen zu berücksichtigen (Online-Banking), andererseits verlangten komplexe Dienstleistungen den Berater vor Ort.

Festhalten will die Bank an ihrem sozialen und kulturellen Engagement in der Region. Beispielhaft hierfür steht das Projekt „Wir helfen“, bei dem Mitarbeiter im vergangenen Jahr in ihrer Freizeit das Außengelände des Kindergartens „Sausewind“ umgestalteten. Insgesamt konnten seit 2012 insgesamt 19 Projekte realisiert werden. Mit Zweckerträgen in Höhe von rund 200 000 Euro wurden 252 Vereine, wohltätige Projekte und gemeinnützige Einrichtungen unterstützt, zusätzlich wurden 100 000 Euro aus Bilanzmitteln an Vereine und Organisationen gespendet.

(Report Anzeigenblatt)