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Das bewegt Sie „Was erlauben sich die Diener des Staates?“

Das bewegt Sie „Was erlauben sich die Diener des Staates?“
Mischa Ciric ist wegen Bauärgers „fix und fertig“. FOTO: Klaus Schröder
zum Artikel „Ich bin fix und fertig“ am 3. Januar Von Klaus Schröder

Fortsetzung von Seite 1

„Was man uns für Auflagen gemacht hat entbehrt jeglicher Grundlage und war nur noch deprimierend. Dann kam irgendwann die Untere Wasserbehörde mit ins Boot und dann wurde es noch schlimmer. Weitere Episoden zu berichten würde zu weit gehen, denn wir haben uns extrem gewehrt und irgendwie haben wir unseren Neubau bezogen.

Es ist ein Unding, dass man Arbeitsplätze schafft, sich verschuldet und von völlig unwissenden Mitarbeitern der Stadt bevormundet wird, die ja nur von unserem Geld existieren. Diese Leute hätten in der privaten Wirtschaft überhaupt keine Chance, aber das kapieren sie nicht.

Horst Gerads

„Was erlauben sich die Diener des Staates? Alles. Alles, um den Bürger zu schikanieren und abzuzocken. In der freien Wirtschaft wären diese Bürokraten nicht zu gebrauchen. Wann werden die Gesetze endlich zum Wohle der Bürger gemacht und nicht zu ihrem Schaden?“

Michael Behm

„In der Zwischenzeit ist es unerträglich, was sich das Bauamt und die Denkmalbehörde erlaubt. Dies ist aber nicht der erste Klops, den sich dieser Fachbereich erlaubt. In wie viele Fettnäpfen muss man hineintreten, damit endlich etwas d agegen unternommen wird und nach meiner Meinung unfähige Personen ausgetauscht werden?“

H. Wimmers

„Es empört mich, dass unsere Staatsdiener es nicht versäumen, rechtschaffenen Bürgern das Leben schwer zu machen. Von unserer politischen Elite bin ich inzwischen Kummer gewohnt, die politisch kritische Bürger als ’Pack’ bezeichnet, und auch unser ehemaliger Bundestagspräsident meint, nicht die Eliten stören, sondern das Volk. Dass diese Haltung inzwischen auch in der letzten Amtsstube angekommen ist, entsetzt mich um so mehr. Noch einmal kurz zu meiner traurigen Angelegenheit (der Falschanstrich an der Schillerstraße, die Redaktion) sei gesagt, dass mein einziges Verbrechen darin bestand, dass ich mit meinem eigenen Geld und mit meinem eigenen Mitarbeiter die auch meiner Meinung schützenswerte Fassade zu erhalten, verbunden mit aufwendiger Arbeit und mit Liebe zum Detail. Dieses Haus wurde von uns nur wegen dieser Fassade gekauft und bereits 1980 unter Denkmalschutz gestellt, mit den bereits bekannten Auflagen. Die Farben bei der Erteilung waren Grundfarbe beige und der Stuck dunkelbraun. Eine gravierende Abweichung von diesen Farben mit der neuen Farbwahl ist mir nicht ersichtlich. Das aggressive Auftreten der Mitarbeiter der Denkmalschutzbehörde ließ vermuten, dass ich mit dem Abrissbagger vor dem Haus gestanden hätte. Die von dem Amt angeführten Paragraphen sind leider nicht unmissverständlich verfasst, so dass sich das Amt die alleinige Deutungshoheit anmaßt. Gesetze sollten eigentlich so verfasst sein, dass es auch der letzten Bürger auf der Straße versteht. Für meine Malermaßnahmen erschienen mir die im Grundbuch eingetragenen Auflagen maßgeblich. Von einer Abstimmung der Farbwahl war nicht die Rede.“

Ingrid Pauels

Hinweis

Die in Leserbriefen geäußerte Meinung gibt nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem sinngemäße Kürzungen vor. Anonyme Zuschriften bleiben unberücksichtigt.

(StadtSpiegel)