| 13.53 Uhr

Caritas – „herzlich gern“

Caritas – „herzlich gern“
Der ambulante Pflegedienst der Caritas blickt auf 40 erfolgreiche Jahre zurück (v.l.). Dr. Christof Wellens, Vorsitzender des Caritasverbandes Mönchengladbach, Sibille Kox, deren Mann seit über drei Jahren Patient des Caritas-Pflegedienstes ist, Manuela Jansen, Leiterin des Bereichs „Alter und Pflege“, Frank Polixa, Geschäftsführer des Caritasverbandes Mönchengladbach, und Georg Bronheim, Leiter des Caritas-Pflegedienstes. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. 1978 wurde die erste Sozialstation in Holt eröffnet, Startschuss für den ersten ambulanten Pflegedienst in Trägerschaft der Caritas im gesamten Bistum Aachen überhaupt. In diesen Tagen wird das 40-jährige Jubiläum gefeiert. Von Sandra Geller

„Unser Verband hat damals Pionierarbeit geleistet“, betont der Vorsitzende Dr. Christof Wellens stolz. Bis 1982 wurde im Bistum Aachen ein Netz von insgesamt 45 Caritas-Pflegestationen aufgebaut, als Ersatz für das nicht mehr flächendeckend vorhandene System der Gemeindeschwestern. Heute spielt die Nähe zu den pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen eine immer größere Rolle, deshalb setzt der Caritas-Pflegedienst auf den Quartiersgedanken und ist mit vier Pflegeteams in Stadtmitte, Rheydt, Rheindahlen und Korschenbroich vertreten.

Jeden Tag werden rund 550 Patienten versorgt, mehr als 100 Mitarbeiter sind dafür im Einsatz. Auch Sibille Kox’ Ehemann wird seit über drei Jahren von der Caritas gepflegt. Der 84-Jährige ist bettlägerig, schwerer Diabetiker und blind. „Wenn der Pflegedienst nicht wäre, dann wüsste ich nicht mehr weiter“, sagt die 83-Jährige.

„Herzlich gern“ sei das Motto des Caritasverbandes, betont Geschäftsführer Frank Polixa. Denn: „40 Jahre Pflegedienst bedeuten auch ganz viel gelinderte Not, geteiltes Leid und gemilderten Schmerz.“

Einig sind sich die Verantwortlichen, dass die ambulante Pflege in Zukunft noch wichtiger werden wird, da Altenheime immer mehr zu stationären Einrichtungen für schwerst pflegebedürftige und demente alte Menschen werden. „Gleichzeitig wird es immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu finden“, weiß Georg Bronheim, Leiter des Caritas-Pflegedienstes. Der Caritasverband setze deshalb verstärkt auf Qualifizierung und Ausbildung; aktuell gibt es fünf angehende Fachkräfte für Altenpflege.

Weitere Azubis sollen folgen.

(Report Anzeigenblatt)