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Bürgerbegehren braucht noch Unterschriften

Bürgerbegehren braucht noch Unterschriften
Jost Fünfstück, Laura Steeger und Robert Bückmann sind die Gesichter, hinter denen die Interessengemeinschaft steht. FOTO: IG Haus Erholung
Mönchengladbach. Das Bürgerbegehren gegen den Verkauf von Haus Erholung dauert noch bis Mitte Februar. Mehr als 3 000 Bürger haben bislang unterschrieben. Von der Redaktion

„Wir wollen nicht, dass von CDU und SPD immer weiter Politik über die Köpfe der Bürger hinaus gemacht wird“, sagt Jost Fünfstück, einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen den Verkauf von Haus Erholung. „Deshalb wollen wir mit dem Bürgerbegehren gegen den Verkauf der Erholung deutlich machen, dass das Maß voll ist.“

Nachdem der Rat im Oktober beschlossen hatte, das denkmalgeschützte Bürgerhaus an den Investor eines Luxushotels zu verkaufen, hatte sich der gelernte Kfz-Meister Fünfstück mit dem Unternehmer Robert Bückmann und der Studentin Laura Steeger zusammengetan und ein Bürgerbegehren gegen den Verkauf von Haus Erholung angemeldet. Etwa 8 400 Stimmen sind nötig, um zu erreichen, dass erneut über den Verkauf abgestimmt wird. Diesmal nicht nur von den Politikern, sondern von den Bürgerinnen und Bürgern.

„Über 3 000 Unterschriften haben wir schon gesammelt“, erklärt Robert Bückmann, „und das gegen viele widrige Umstände. Der Oberbürgermeister hatte uns Ende November mit der Inkraftsetzung der Frist für die Sammlung kurzfristig überrascht – ein Start in der Adventszeit war denkbar ungünstig. Das Wetter bei allen Unterschriftensammlungen war konstant schlecht und der Marketingapparat der städtischen Entwicklungsgesellschaft arbeitet gegen uns. Das wundert mich allerdings nicht – ist doch Stadtdirektor Gregor Bonin hier einer der Geschäftsführer“.

Laura Steeger findet, dass die Stadt mit dem Verkauf einen großen Fehler macht. „Die Erholung ist ein Haus der Möglichkeiten. Das sollten alle Bürger nutzen können – nicht nur die Gäste eines Luxushotels.“

(Report Anzeigenblatt)