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Auf dem Minto summt’s!

Auf dem Minto summt’s!
Andy „@ndy“ Bischoff (l.) und Margarete Peltzer kümmern sich um die schwarz-gelb-pelzigen Arbeiter auf dem Dach des Minto. Die Imker konnten jetzt den ersten Minto-Honig ernten, den Centermanagerin Jessica Queißer und Technical Manager Marco Koch in Händen halten (m.). FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Seit dieser Woche bietet das Minto seinen eigenen Honig an. In Kooperation mit dem Imkerverein Mönchengladbach möchte das Einkaufszentrum so ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen. Von Yvonne Simeonidis

Seit Juni summt und brummt es auf dem Dach des Minto. Damals stellten die beiden Imker Margarete Peltzer und Andy „@andy“ Bischoff vom Vereinigten Imkerverein Mönchengladbach fünf Bienenstöcke auf dem Dach des Einkaufszentrums auf und betreuen diese seitdem intensiv und vollkommen ehrenamtlich. Wie sich jetzt zeigte, waren die kleinen Gesellen schon richtig fleißig, denn der erste Minto-Honig konnte bereits geerntet werden.

Ganze 140 Gläschen – oder umgerechnet 37 Kilo – des süßen und vor allem gesunden Brotaufstrichs haben Peltzer und Bischoff nun an das Minto überreichen können. Die Gläschen werden für 5 Euro das Stück exklusiv an der Rezeption des Minto verkauft (für Inhaber der Minto-Karte gibt es 50 Cent Rabatt). „Der komplette Erlös fließt wieder zurück an den Imkerverein“, betont Centermanagerin Jessica Queißer.

Doch wie kam es zu dieser doch ungewöhnlichen Kooperation? „Der erste Kontakt entstand vor gut einem Jahr“, erinnert sich Queißer. Das Minto ist schon länger aktiv in Sachen Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit den Mietern des Zentrums habe man es geschafft, den Stromverbrauch im vergangenen Jahr um zehn Prozent zu senken, den Gasverbrauch gar um 20 Prozent. „Wir sind außerdem im engen Kontakt mit den Mietern, wenn es um die Wahl des Stromanbieters geht“, erklärt Jessica Queißer, „das Center selbst bezieht seinen gesamten Strom aus Wasserkraft.“ Weiterhin hat das Minto gemeinsam mit dem Autohaus Coenen ein Carsharing ins Leben gerufen und ist Teil der Initiative Fairtrade Town.

Die Ansiedlung der Bienen auf dem Dach des Einkaufszentrums ist der nächste Schritt auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. „Bienen sind für über 80 Prozent der Biomasse verantwortlich“, erklärt Andy Bischoff, „ohne sie könnte der Mensch nicht lange überleben.“ Die Vitusstadt bietet sogar richtig tolle Bedingungen für Bienen. Im Umfeld des Minto gibt es diverse Parks, Bäume, Blumenkästen und mehr. „Wir haben festgestellt, dass der Minto-Honig eine besondere Linden-Note hat“, verrät Margarete Peltzer und fügt hinzu: „Gerade Allergiker können sich mit Honig aus der Region hervorragend desensibilisieren, da der Honig Spuren der örtlich vorkommenden Pflanzen enthält.“

„Für die Zukunft können wir uns vorstellen, Fledermäuse oder seltene heimische Vögel anzusiedeln“, wagt Marco Koch, Technical Manager des Minto, einen Blick in die Zukunft. Bis 2030 möchte die Unternehmensgruppe ihren CO2-Ausstoß um 50 Prozent verringern.

(Report Anzeigenblatt)