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Aktion: Mein Freund, der Baum

Aktion: Mein Freund, der Baum
Gruppenbild vor natürlich gewachsenen Linden (v.l.): Anne Peters-Dresen, Hanno Müller (beide mags) und Künstler Norbert Krause blicken mit Vorfreude auf die kommenden Monate im Zeichen des Baumes. FOTO: Thomas Hippel
Mönchengladbach. Rund 100 000 Bäume gibt es in Mönchengladbach – ohne dabei die Wälder mitzuzählen. Die für die Baumpflege zuständige mags und der Gladbacher Künstler Norbert Krause starteten jetzt die Aktion „B.A.U.M. – Bäume aus unserem Mönchengladbach“, mit der unsere facettenreichen grünen Freunde – so wünschen es sich jedenfalls die Initiatoren – im Jahr 2019 in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung gerückt werden sollen. Von Thomas Hippel

Die Bäume immer wieder neu in Szene setzen und dabei die Bevölkerung zum Mitmachen einladen, das sind die Ziele , die Krause und die mags mit dem Projekt verfolgen. Jeden Monat wollen sie sich dem Thema auf eine andere Art und Weise nähern.

„Mal geht es um einen besonders gewachsenen Baum, mal um den Aspekt Baumkrankheiten oder auch mal um einen Baum, der in dem jeweiligen Monat eine ganz besondere Relevanz hat“, umreißt Anne Peters-Dresen von der mags grob den Umfang der Aktion. Deren Höhepunkt soll in den wärmeren Sommermonaten die Suche nach Mönchengladbachs schönstem Baum sein, an der sich auch die Gladbacher Bürger möglichst zahlreich beteiligen sollen, indem sie fleißig Vorschläge einreichen. Eine Vorauswahl stellt sich dann einem Profi-Fotografen und dem Votum der Mönchengladbacher.

Am Ende des Jahres soll zudem ein Kalender erscheinen, der das Projekt für jeden Monat dokumentiert und der sich darüber hinaus sicher auch schön an der heimischen Wand machen dürfte. Das Januar-Motiv werden dann die zwei Linden auf der Grünanlage Ritterstraße in Rheydt liefern, die mags-Arborist Hanno Müller zum Auftakt des „B.A.U.M.“-Projekts vor Pressevertretern vorstellte. Bei den beiden Bäumen handele es sich um seine ganz persönlichen Lieblingsbäume, einfach weil sie – im Gegensatz zur Großzahl der Linden im Stadtgebiet – eine natürliche Wachsform mit niedrigem Kronenansatz, kurzem Stamm und tiefhängenden Ästen aufweisen.

„Diese Bäume sind etwas besonderes und in dieser Form nur noch selten zu sehen“, betont Müller. In 200 Jahren würden sie sicher 30 Meter in die Höhe ragen bei einem unteren Durchmesser von 20 bis 25 Metern – „ein Monument von einem Baum“.

„Wir wollen die Bäume einfach mal aus verscheiden Perspektiven, zeigen“, erklärt auch Norbert Krause. Der Künstler hat sich im Vorfeld der Aktion mit Hanno Müller und Revierförster Werner Stops schon mal ein umfassendes Bild vom Mönchengladbacher Baumbestand gemacht und geht damit top-vorbereitet in die kommenden Monate.

(Report Anzeigenblatt)