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„Unser Busverkehr wird besser!“

„Unser Busverkehr wird besser!“
Die Taktung der Linie 17 soll zum Fahrplanwechsel am 1. Juli erhöht werden, um dem höheren Personenaufkommen gerecht zuwerden sagt Felix Heinrich (r.), Aufsichtsratsvorsitzender der NEW mobil und aktiv Mönchengladbach GmbH.
Mönchengladbach. Mönchengladbach braucht ein besseres Buslinienkonzept, das ist das Ergebnis von Untersuchungen, Beratungen und Bürgerbefragungen, die von der NEW durchgeführt wurden. Über Veränderungen im Konzept der NEW sprachen wir mit Felix Heinrichs, Fraktionsvorsitzender der SPD und Aufsichtsratsvorsitzender der NEW mobil und aktiv Mönchengladbach GmbH (MöBus). Von Franz Josef Ungerechts

„Viele Menschen sind auf ein leistungsfähiges Busangebot angewiesen, um entweder ihren Arbeitsplatz oder die Schule zu erreichen!“ Felix Heinrichs weist damit schon zu Beginn des Gesprächs auf Defizite hin, die im Rahmen von Untersuchungen, Beratungen und Bürgerbefragungen in den letzten Jahren deutlich wurden. Das Busnetz in der Stadt, so das Ergebnis der Auswertungen, weist einen sehr hohen Ausnutzungsgrad auf. Heißt: Die Busse sind so stark nachgefragt, dass teilweise Kapazitätsprobleme vorliegen. Durch überfüllte Busse zu verschiedensten Uhrzeiten und auf verschiedenen Linien konnten manchmal Fahrgäste nicht mehr befördert werden und mussten an den Haltestellen zurückgelassen werden. Felix Heinrichs: „Dies weist einerseits auf einen hohen Akzeptanzgrad unseres Busnetzes hin, ist aber auch sehr unbefriedigend. An den Änderungen wurde bereits und wird noch gearbeitet.“

Am 1. Juli tritt ein neuer Fahrplan in Kraft. Veränderungen sind ab diesem Zeitpunkt für Busnutzer spürbar. Aber auch in den folgenden Jahren wird sich einiges im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs ändern. So steht fest, dass demnächst die Busse auf bestimmten Linien im „Zehn-Minuten-Takt“ fahren, veränderte Streckenführungen geplant sind und zu den bisherigen etwa 200 Bussen weitere hinzukommen. Auch an einer Personalaufstockung wird gearbeitet.

Felix Heinrichs: „Unserem neuen Linienkonzept liegt eine wirtschaftliche und wirkungsvolle Planung zu Grunde. So haben wir versucht, möglichst auf die Einrichtung von neuen Buslinien zu verzichten. Stattdessen wurde das Bestandsnetz weiterentwickelt und bestehende Linien verlängert, in ihrer Taktung angepasst oder ausgebaut, um Kapazitätsengpässe zu beseitigen und neue Entwicklungsgebiete anzudienen.“ Durch die Ansiedlung neuer Unternehmen im Nordpark seien beispielsweise die Fahrzeuge der Linie 017 zu verschiedenen Tageszeiten überlastet. Durch die Realisierung der Entwicklungsgebiete Roermonder Höfe, den Ausbau der Gewerbestandorte Hügelstraße und die derzeit laufenden weiteren Ansiedlungsprojekte im Nordpark werde sich die Situation noch verschärfen.

Generell, so die Hoffnung des Aufsichtsratsvorsitzenden, wird ein neues Angebot zu einer erheblichen Verbesserung der Mobilität der Einwohner in allen Stadtteilen führen. Heißt: Der Busverkehr wird qualitativ besser, die Busse fahren in den Kernzeiten häufiger und die Stadtteile werden besser an die Zentren angebunden; man muss nicht mehr so viel umsteigen. Felix Heinrichs:

„Bis 2020 werden durch die Entwicklung neuer Wohn- und Gewerbegebiete insgesamt über 2 000 neue Einwohner und rund 3 000 neue Arbeitsplätze erwartet. Die Attraktivität Mönchengladbachs als Wohn- und Arbeitsstandort wird gesteigert. Ohne eine verbesserte Anbindung der verschiedenen Entwicklungsgebiete und Stadtteile ist eine Ansiedlung von neuen Unternehmen oder die Erschließung neuer Baugebiete nicht realisierbar, da die Erreichbarkeit dieser Gebiete durch Personen ohne Pkw-Verfügbarkeit nicht gegeben ist.“

(Report Anzeigenblatt)