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„Haus Erholung not for sale“

„Haus Erholung not for sale“
Die Fraktionsvorsitzenden Karl Sasserath, Grüne, und Nicole Finger, FDP, ziehen für den Erhalt von Haus Erholung in städtischer Hand an einem Strang. FOTO: Grüne/ FDP
Mönchengladbach. Gegen den übereilten Verkauf von Haus Erholung und dem Nachbargrundstück des alten Hauses Zoar haben Grüne und FDP die Initiative „Haus Erholung erhalten“ gegründet. Heute können Bürger an einem öffentlichen Fotoshooting „Not for sale“ teilnehmen. Von der Redaktion

Ausverkauf im Herzen Gladbachs? Die Mehrheit von CDU und SPD im Rat der Stadt hat im Hauptausschuss am vergangenen Mittwoch überraschend für den Vorschlag des Oberbürgermeisters gestimmt, das „Haus Erholung“ sowie das benachbarte Grundstück mit dem alten Haus Zoar zu verkaufen. Auf der Immobilienmesse „Expo Real“ in München wird das Ensemble, das zum Hotel- und Tagungsstandort entwickelt werden soll, sogar bereits beworben, obschon eine Entscheidung des Rates darüber am morgigen Donnerstag, 11. Oktober noch aussteht. Den Verkaufsentschluss kritisieren die Oppositionsparteien heftig. „Aus unserer Sicht darf die Stadt das Haus Erholung nicht verkaufen“, sind sich die FDP-Fraktionsvorsitzende Nicole Finger und Grünen-Fraktionsvorsitzender Karl Sasserath einig.

Um auf dieses gemeinsame Anliegen aufmerksam zu machen, haben die beiden Kommunalpolitiker die Initiative „Haus Erholung erhalten“ mit einer gleichlautenden Facebook-Seite ins Leben gerufen. In den ersten 48 Stunden gaben bereits über 700 Bürgerinnen und Bürger dieser Initiative ein „Gefällt mir“.

Die Initiative lädt für heute, 10. Oktober um 17 Uhr zum öffentlichen Fotoshooting vor Haus Erholung am Johann-Peter-Boelling-Platz in Gladbach ein. Motto der Aktion: „Haus Erholung: Not for Sale – Kein Ausverkauf am Abteiberg!“

„Wenn Sie Ihr Mobilfunktelefon mitbringen, können Sie sofort Ihr Bild mit der Forderung „Haus Erholung erhalten“ mit einer persönlichen Aussage, weshalb Sie sich gegen einen Verkauf des Hauses Erholung aussprechen, im Netz posten“, erläutert Karl Sasserath den Hintergrund der Aktion.

Mit einem Antrag für die Ratssitzung am Donnerstag fordern die Grünen, dass statt eines übereilten Verkaufs von „Haus Erholung“ zunächst ein Werkstattverfahren mit allen angrenzenden Akteuren durchgeführt werden soll (Anwohner, Stiftisch Humanistisches Gymnasium, Münster Bauverein, Museumsverein, Kirchengemeinde Pfarre Sankt Vitus). Außerdem soll für das Grundstück des Hauses Zoar geprüft werden, ob ein Erbbaurecht eine Alternative sein könnte.

„Der Verkauf der Erholung ist ein zu hoher Preis für ein Hotel am Abteiberg. Das machen wir nicht mit“, so Nicole Finger. Die FDP wird den Antrag der Grünen unterstützen. Ob ein gemeinsamer Antrag zustande kommt, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

(StadtSpiegel)