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Aufwärmen nicht vergessen!

Das Thema "Warm Up" vor dem Training ist von außen betrachtet eher unattraktiv, genau deshalb wird es vermutlich auch oft unter den Tisch fallen gelassen. Genau dasselbe passiert dann auch beim Warm Up in der realen Welt, das wird gerne mal ausfallen gelassen, aber lassen Sie mich folgendes sagen: der Weg vom Parkplatz bis in die Kabine und dann zu den Geräten - danach sind Sie nicht "warm" und bereit fürs Training!

Wer das Warm Up nicht komplett ausfallen lässt, der benutzt sehr gerne das Laufband, den Crosstrainer oder das Fahrrad für fünf bis zehn Minuten. Der eine oder andere, der meine Kolumne schon länger verfolgt, wird sich denken: "Nein, wenn er das so empfiehlt, das wäre viel zu einfach. Da kommt jetzt der Haken!"

Richtig. Diese Art des Aufwärmens ist sicherlich besser als überhaupt kein Aufwärmen, optimal ist allerdings anders. Sie sollten sich spezifischer aufwärmen! Beispiel: Ihre erste Übung im Fitnessstudio ist die Beinpresse. Sie wollen zwölf Wiederholungen mit 60 Kilo stemmen. Dann sollten Sie genau an diesem Gerät ein- bis drei Aufwärmsätze mit weniger Gewicht ausführen. Satz 1: 30 kg 4x bewegen, Satz 2: 40 kg 4x bewegen Satz 3: 50 kg 4x bewegen und DANN kann es losgehen mit Ihrem 1. Arbeitssatz! Diese Vorgehensweise können Sie auf jede Übung übertragen, mit der Sie Ihr Training beginnen.

Seien Sie sich nicht zu schade für ein gutes Warm Up und sparen Sie zeitlich lieber am Cappuccino nach dem Training oder dem Pläuschchen mit der Dame an der Theke. Ein gutes Warm Up ist die Voraussetzung für ein gutes Training. Es bereitet Sie körperlich und mental auf das Training vor und senkt dadurch das Verletzungsrisiko rapide. Viel Erfolg beim richtigen Aufwärmen!